Der Chor Concordia Beckum löst sich auf

Die letzten Ehrungen bei Concordia Beckum vor der Vereinsauflösung nahm der gesamte Chor vor. - Foto: Kolossa

BECKUM - Ohne den Sängergruß endete die Jahreshauptversammlung vom Gemischen Chor Concordia Beckum am Samstag – mit 17 Ja-Stimmen und einer Enthaltung wurde zuvor die Auflösung des 1892 als MGV gegründeten und ab 1995 als Sangesgemeinschaft für Männer und Frauen weitergeführten Chores beschlossen.

Nur noch zwölf Sänger waren es zum Schluss, die sich 42 Mal im vergangenen Jahr zur Probe trafen, große öffentliche Auftritte waren bereits Anfang 2013 wegen der nicht mehr gegebenen Singfähigkeit abgesagt und eine Abmeldung im Kreischorverband vorgenommen worden. Die Entscheidung, einen Schlusstrich zu ziehen, fiel dem Vorstand nicht leicht, denn die Kasse kann sich mit 2236,73 Euro durchaus sehen lassen. „Der Vereinszweck, nämlich das Geld für Noten und Auftritte auszugegeben, ist weggefallen“, so Günter Dannhäuser. Die Sänger betonten nun: „Das Geld bleibt im Dorf.“

Nach Abzug aller Kosten geht es an den Musikverein Beckum, der auch die unter Denkmalschutz stehende Fahne, den Vereinssschrank mit Noten und sonstigem Inventar sowie das Klavier erhält. Andreas Weißmüller vom Musikverein sagte: „Wir haben das Recht, die Noten zu verkaufen, wenn sich Gelegenheiten bieten. Die anderen uns anvertrauten Gegenstände werden von uns gepflegt.“

Geheim wurde über die Auflösung abgestimmt, um 20.16 Uhr stand das Ergebnis fest. Auch Ortsvorsteher Johannes Schulte war zugegen. „Ihr habt Euch für die Dorfgemeinschaft eingesetzt“, bedankte er sich.

Verdiente Chormitglieder wurden dann zum letzten Mal ausgezeichnet: Reinhold Tigges (ehemaliger Vorsitzender, stellvertretender Chorleiter und 60 Jahre aktiver Sänger), Werner Wortmann und Heinz Wilmes (40 Jahre aktiv), Albert Weißmüller (Notenwart), Karl Hempelmann, Siegfried Steiner und Helmut Wiethoff (Fahnenträger), Siegfried Steiner (25 Jahre Kassierer) und Ulrich Stark (zwölf Jahre). Es war 20.30 Uhr, als die Versammlung für beendet erklärt wurde.

Von Julius Kolossa

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