Auflösung des Verkehrsvereins wird vorbereitet

+
Bürgermeister Hubertus Mühling bei der Versammlung des Verkehrsvereins.

Balve - Perspektivisch soll der Verkehrsverein Balve aufgelöst und die personellen Kräfte für die Arbeit im Stadtmarketing und Balver Fachhandel konzentriert werden

Um für diesen Fall gerüstet zu sein, haben die Vereinsmitglieder im Rahmen der Jahreshauptversammlung am Montagabend im Hotel Antoniushütte die Satzung geändert. Das Vereinsvermögen soll nach der Auflösung nun nicht mehr wie bisher vorgesehen, komplett an die Stadt übergehen, sondern zu gleichen Teilen an die St.-Sebastian-Schützen und den Verein Festspiele Balver Höhle fließen. 

Bürgermeister Hubertus Mühling, der eines der zwölf Mitglieder war, die an der Versammlung teilnahmen, erklärte auf Anfrage, momentan noch keine zeitliche Prognose für eine mögliche Auflösung abgeben zu können. Dabei verwies das Stadtoberhaupt auch darauf, dass sich der Fachhandel in diesem Jahr neu formiert und im Vorstand neu aufgestellt habe, damit noch in der Findungsphase sei. „Es wäre jedoch der Idealzustand, wenn die Kräfte gebündelt werden. Deshalb ist die neue Satzung des Verkehrsvereins mit Weitblick erstellt worden“, sagte Mühling. 

"Konzentration wäre sinnvoll"

„Eine Konzentration wäre aus unserer Sicht sinnvoll“, sagte auch Geschäftsführer Adalbert Allhoff-Cramer mit Blick auf die beschränkten finanzielle und personellen Ressourcen des Verkehrsvereins. 

Viel bewegt hat dieser im vergangenen Jahr dennoch: Am Rewe-Markt wurde ein Werbelifter aufgestellt und die Fläche konnte bereits bis Ende 2019 vermietet werden. Das von der Sparkasse finanzierte 80-seitige Buch „Balver Land“ mit einer von Werner Ahrens gestalteten Wanderkarte geht demnächst in Druck. 

QR-Codes: Testphase abgeschlossen

Abgeschlossen ist der mit den Stadtwerken durchgeführte Versuch, acht Sehenswürdigkeiten in der Stadt mit einem QR-Code zu versehen, über den sich Balver und Touristen mit dem Smartphone jeweils Hintergrundinformationen beispielsweise zum Kaiserlichen Postamt, Haus Drei Könige oder dem Bürgerbrunnen anschauen können. Allein in den Monaten Juni und Juli wurde dieser Service 990 Mal genutzt. Dabei lag der Bürgerbrunnen mit 141 Aufrufen auf Platz eins. 

Die 30 x 30 Zentimeter großen QR-Code-Folien hielten den Belastungen stand und funktionierten technisch gut, teilte Vereinsvorsitzender Richard Elmerhaus mit. Er empfahl deshalb eine Ausweitung des Projekts über die Kernstadt hinaus auf Sehenswürdigkeiten in Wocklum oder im Hönnetal. 

Übernachtungszahlen leicht rückläufig

Richard Elmerhaus nannte auch die Übernachtungszahlen für 2018. In den heimischen Beherbergungsbetrieben ab zehn Betten wurden insgesamt 40 067 Übernachtungen registriert, was einem kleinen Minus von 2,1 Prozent im Vergleich zu 2017 entspricht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare