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Auf die Heimwacht wartet viel Arbeit

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Von: Julius Kolossa

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Das „Blasius-Bild“ schenkte Ehrenvorsitzender Werner Ahrens (links) der Heimwacht. Die Mannen um den Vorsitzenden Peter Glasmacher vermachten es der Gemeinde St. Blasius als Dauerleihgabe.
Das „Blasius-Bild“ schenkte Ehrenvorsitzender Werner Ahrens (rechts) der Heimwacht. Die Mannen um den Vorsitzenden Peter Glasmacher vermachten es der Gemeinde St. Blasius als Dauerleihgabe. © Julius Kolossa

In ihrem 101. Jahr ihres Bestehens ist die 150 Mitglieder zählende Heimwacht Balve auf der Suche nach einem eigenen Vereinslokal. „Unsere Bemühungen, ein neues Domizil im alten Küsterhaus einzurichten, scheiterten leider an den monatlichen Mietkosten“, stellte Vorsitzender Peter Glasmacher jetzt während der Jahreshauptversammlung fest.

Balve – Zwar kann dieser Traditionsverein im neuen Pfarrheim der Katholischen Kirchengemeinde St. Blasius Balve am Dechant-Löcker-Weg tagen, wie erstmals bei dieser Versammlung, doch es fehle an einer festen Anlaufstelle. „Wir können unsere Dokumente und Bilder nirgendwo aufbewahren“, sagte Glasmacher.

Viele Jahre lang war die Heimwacht im Lohgerberhaus ansässig, bis dieser Platz dann anderweitig genutzt wurde. Seitdem ist man immer wieder auf der Suche. „Wir suchen weiter“, will sich Glasmacher nicht entmutigen lassen.

Dagegen zog die Heimwacht im Rahmen der Versammlung eine mehr als zufriedenstellende Bilanz der 100-Jahr-Feier im vergangenen Jahr. Die Feier fand in der Balver Höhle als Teil der Versammlung des Sauerländer Heimatbundes statt. „Die Feier war ein voller Erfolg“, so Glasmacher.

Weiterhin könne als Erfolg verbucht werden, dass auf Anregung des Vereins alte Grabsteine auf dem Friedhof ausgelegt werden und damit die Verstorbenen nicht in Vergessenheit gerieten. Einen guten Platz im Eingangsbereich des Pfarrheims habe ein Blasius-Bild gefunden. Heimwacht-Ehrenvorsitzender Werner Ahrens stiftete dieses Werk der Heimwacht, die es ihrerseits der St.-Blasius-Gemeinde als Dauerleihgabe übergab.

Beim Ausblick auf aktuelle Projekte wurde deutlich, dass viel Arbeit auf die Heimwacht wartet: Das Kreuz an der Borke-Brücke, eines der ältesten im Balver Land, muss erneuert werden. Dafür steht ein Heimatscheck des NRW-Heimatministeriums in Höhe von 2000 Euro zur Verfügung. Ruhebänke an der Franziskus-Statue oberhalb von Schloss Wocklum und auch im Orlebachtal sollen zudem repariert beziehungsweise wiederhergestellt werden. Alle Bänke werden dann mit einer Messingplakette mit der Inschrift „Gestiftet von der Heimwacht Balve – Heimat erhalten, Zukunft gestalten“ versehen. Erneuerungsbedürftig sind auch die alten Wegweiser im Balver Wald und in der Nähe des SGV-Wanderheims. Darüber hinaus überlegen die Vereinsmitglieder, eine neue Statue des heiligen Johannes von Nepomuk wieder vor der alten Schreinerei in Wocklum aufzustellen. Es gibt also viel zu tun.

Heinrich Stüeken erklärte sich schließlich bei der Versammlung am Wochenende bereit, die Heimwacht beim Sauerländer Heimatbund zu vertreten. Weiterhin nicht besetzt ist dagegen der Posten des 2. Vorsitzenden. So besteht der Heimwacht-Vorstand aktuell aus dem ersten Mann Peter Glasmacher, Kassenwartin Ursula Bathe sowie den Schriftführern Dr. Ludger Schulte und Reinhard Hertin.

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