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Auf der Suche nach 130 Millionen Jahre alten Fossilien im Beckumer Steinbruch

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Von: Julius Kolossa

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Die Grabungen im Beckumer Steinbruch beginnen am Montag wieder.
Die Grabungen im Beckumer Steinbruch beginnen am Montag wieder. © Kolossa, Julius

Die neue Grabungssaison im Beckumer Steinbruch beginnt am Montag, 20. Juni. Dann wird Ausgrabungsleiter Dr. Achim Schwermann wieder mit einem Team nach Fossilien suchen.

Im Auftrag des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) für Naturkunde wird im Steinbruch nach 130 Millionen Jahre alten Fossilien gesucht – mit Studenten, aber zum zweiten Mal in Folge auch mit freiwilligen Helfern aus dem Ortsteil Beckum.

„Bisher gibt es allerdings nur eine Teilnehmerin“, sagte Ortsvorsteher Georg Wortmann (CDU) im Gespräch mit der Redaktion. „Das ist wenig im Vergleich zum vergangenen Jahr, als zehn freiwillige Helfer vor Ort waren.“ Der Aufgabenbereich ist fest umschrieben: Wasser fließt über ausgegrabene Erde in einem feinmaschigen Sieb, so dass bei diesem als Schlämmen bezeichneten Arbeitsvorgang winzig kleine Fossilien wie Zehenglieder, Zähne oder Wirbelknochen von Dinosauriern, Eidechsen, Krokodilen, Schildkröten oder Haien zu Tage kommen können.

Ausdauer ist gefragt

Wortmann: „Man muss Humor für diese durchaus monotone Arbeit mitbringen, aber auch Ausdauer, sich der Herausforderung zu stellen, wertvolle Fundstücke zu entdecken.“ Jeder Helfer werde eingearbeitet, müsse erst einmal begreifen, wie Fossilien aussehen. Das Team um Dr. Schwermann stehe dabei immer zur Seite.

Seit 2002 wird in diesem Steinbruch geforscht. Dr. Klaus-Peter Lanzer leitete die Ausgrabungen; 2017 trat Dr. Achim Schwermann seine Nachfolge an. Und jedes Mal aufs Neue ist diese Grabungsstelle eine echte Fundgrube für etwa 130 Millionen Jahre alte Fossilien aus der Kreidezeit. Es sind allerdings die kleinen, nur wenige Zentimeter großen Funde, die nur mit gutem Auge zu entdecken sind. So war es auch 2020, als in Beckum eine neue Nagetierart entdeckt und zu Ehren der Hönnestadt als Fundort mit „Cheruscodon balvensis“ benannt wurde.

Helfer können sich noch melden

Beckums Ortsvorsteher hofft, dass sich die Zahl der freiwilligen Helfer aus seinem Ort in den nächsten Tagen noch erhöht. Anmeldungen sind noch bis Freitag, 24. Juni, bei Georg Wortmann unter Tel. 0151/12481339 möglich.

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