Projekt Tourismusroute

Auf den Spuren der Urahnen durch das Hönnetal

Die Felsformation Sieben Jungfrauen im Balver Hönnetal ist ein beliebtes Fotomotiv bei den vielen Wanderern und Spaziergängern.
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Die Felsformation Sieben Jungfrauen im Balver Hönnetal ist ein beliebtes Fotomotiv bei den vielen Wanderern und Spaziergängern.

Die Schönheiten und Sehenswürdigkeiten des Hönnetals wie die Feldhofhöhle, der Weg bis Binolen, aber auch nach Deilinghofen sowie unterhalb der Burg Klusenstein und entlang der alten Mühle sind beliebte Ziele für Tagestouristen.

Auch aus dem Ruhrgebiet reisen sie dafür an, wie an den Wochenenden anhand der Autokennzeichen immer wieder zu sehen ist. Aber auch viele Einheimische nutzen das Hönnetal als beliebte Wandergegend.

Für diese Gruppen soll das Bekannte und auch das weniger Bekannte rund um Burg und Feldhofhöhle touristisch besser erschlossen werden. Die Stadt Balve soll dafür in Kooperation mit den Städten Hagen, Iserlohn und Hemer sowie Museen aus dieser Region wie dem Museum für Vor- und Frühgeschichte an der Luisenhütte in Wocklum Teil einer neuen touristischen Route werden.

Vom Hönnetal bis nach Hagen-Hohenlimburg

Beantragt von den Kreistagsfraktionen von CDU und SPD wurde jüngst im Kreiskulturausschuss über die Etablierung einer touristischen Route vom Hönnetal bis nach Hagen-Hohenlimburg diskutiert, wobei sich eine deutliche Mehrheit für die Prüfung dieses Konzepts aussprach. Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper wies dabei aber auch auf mögliche Schwierigkeiten und Probleme etwa bei der Streckenführung, der Genehmigung von Grundstückseigentümern, der Rückfahrt-Möglichkeiten zum Ausgangspunkt sowie dem Interesse der Anrainer-Gemeinden hin.

Vielmehr aber versprechen sich die Kultur-Städte etwas von dieser Idee, für die in gegebener Zeit, wenn eine Durchführung realistisch erscheint, gegebenenfalls Fördermittel beantragt werden können. Denn ähnlich wie beispielsweise im Neandertal, wo vor rund 150 Jahren der Neandertaler entdeckt wurde und essen Geschichte jetzt in einem multimedialen Erlebnismuseum erzählt wird, steckt für die CDU und SPD auch im Hönnetal viel Geschichte. Diese verbirgt sich unter anderem in vielen prähistorischen Höhlen. Diese laden zu Wanderungen auf den Spuren der Vergangenheit ein – wenn auch das gesamte Hönnetal als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist, und dementsprechend abseits der Wanderwege keine eigenen Höhlenerkundigungen vorgenommen werden dürfen.

„Bedeutendes Erbe“ soll touristisch besser erschlossen werden

Dieses aus Sicht der Christ- und Sozialdemokraten „bedeutende Erbe“ soll touristisch besser erschlossen werden mit einem neuen Weg zur frühen Menschheitsgeschichte zwischen Balve und Hagen. „Moderne Techniken wie Apps und QR-Codes können dabei an Stationen, auch in der Natur, die Ur- und Frühgeschichte touristisch besser erlebbar machen“, heißt es in dem Antrag zur Tourismusroute.

Nachdem es vom Kreis-Kulturausschuss die Zustimmung gab, sich näher mit dem Projekt „Zwischen Hünenpforte und Hönnetal – auf den Spuren der ersten Westfalen“ zu befassen, sollen weitere Beratungen darüber vorgenommen. In einer der nächsten Sitzungen werden dann weitere Informationen mitgeteilt.

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