Arbeiten an Ortsumgehung Garbeck nur bis September

Projektleiter Michael Neumann (r.) und Diplom-Ingenieur Thomas Meyer (r.) erläuterten das weitere Vorgehen beim Bau der Ortsumgehung. ▪

GARBECK ▪ Der außergewöhnlich strenge Winter hatte die Arbeiten an der Gar-becker Ortsumgehung zurückgeworfen. Inzwischen jedoch, so versicherte Projektleiter Michael Neumann vom Landesbetrieb Straßen NRW, am Mittwoch bei einem Ortstermin mit der Garbecker CDU, habe das Bauunternehmen die verlorene Zeit längst wieder aufgeholt: „Die haben sehr effektiv gearbeitet.“

Die Fortschritte an der Umgehungsstraße sind tatsächlich unübersehbar: Der südliche Kreisverkehr ist bereits fertig, der nördliche steht vor der Vollendung. Ab Ende Juli soll auch die neue Rötloh-Brücke befahrbar sein. Derzeit wird noch eine Gasleitung, die das Baufeld der zukünftigen Bahnbrücke kreuze, provisorisch verlegt. Erschwert würden diese Arbeiten, so Neumann, durch massive Felsvorkommen. Bis Ende August solle das dauern; dann könne die Gasleitung umgeklemmt werden.

Bis Ende September soll nun noch weitergebaut werden, ehe die Baustelle dann bis Februar/März in den „Winterschlaf“ gehen wird. Und im nächsten Jahr, deutete Michael Neumann bereits an, werde man wahrscheinlich nicht so große Fortschritte erkennen können. Für das Frühjahr 2011 stehe nämlich zunächst der Bau der Bahnbrücke an, die notwendig ist, damit die Hönnetalbahn demnächst kreuzungsfrei über der neuen Straße fahren kann. Und dieses Bauwerk werde von der Bahn selbst errichtet. Neumann kündigte ein spektakuläres Schauspiel an: Die Brücke werde zunächst in etwa fünfmonatiger Arbeit neben der Bahnlinie komplett zusammengebaut, um dann während einer zehntägigen Vollsperrung der Bahnlinie über den Gleiskörper geschoben zu werden.

Hier können sie den Fortschritt der Arbeiten verfolgen:

Bau der Ortsumgehung Garbeck

Erst danach – und das begründet auch den mehrmonatigen Baustillstand im restlichen Verlauf der Umgehungsstraße – können die Straßenbauarbeiten wieder aufgenommen werden. Dann stehen massive Erdbewegungen bevor, denn um die Verbindung zwischen den beiden bereits fertig gestellten Straßenabschnitten herzustellen, muss das Gelände in einer Tiefe von etwa zehn Metern durchschnitten werden. Rund 60 000 Kubikmeter Erde und Felsgestein werden dabei übrig bleiben und müssen fortgeschafft werden.

Fünf Millionen der veranschlagten zwölf Millionen Euro hat der Märkische Kreis bis jetzt schon ausgegeben. Diplom-Ingenieur Thomas Meyer vom Fachbereich Planen und Bauen des Märkischen Kreises war aber gestern vorsichtig optimistisch, dass der Kostenrahmen eingehalten werden kann. Die vollständige Fertigstellung der Ortsumgehung ist für das Jahresende 2012 vorgesehen. ▪ vg

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