Antrag des Balver Fachhandels abgelehnt: Nur ein Zuschuss über 500 Euro

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Der Weihnachtsmarkt in Balve findet in diesem Jahr vom 7. bis 9. Dezember statt. 

Balve - Der Balver Fachhandel muss seine Hoffnung begraben, von der Stadt einen Zuschuss für den Weihnachtsmarkt in Höhe von jährlich 2500 Euro zu erhalten.

Fünf Zustimmungen der SPD reichten während der Ratssitzung am Mittwoch nicht aus gegen die 17 Gegenstimmen von CDU und UWG sowie einer Enthaltung. Cay Schmidt (SPD) war enttäuscht über die vorangegangene Diskussion: „Das ist nicht fair.“ 

CDU: „Konstruktive Gespräche“ 

Im Mai war der Antrag mit dem Verweis zurückgestellt worden, nach dem Stadtfest wieder ins Gespräch zu kommen, wenn sich die Fachhändler bei der Veranstaltung in größerem Umfang als zuletzt einbringen würden. 

Dies ist bekanntlich erfolgt. Dennoch stellte Theo Wilmes (CDU) fest: „Wir haben nie zugesagt, dass wir diesem Antrag nach dem Stadtfest zustimmen werden.“ Allerdings seien sehr konstruktive Gespräch geführt worden, wobei das erhöhte Engagement der Einzelhändler auf große Zustimmung gestoßen sei. „Wir werden den Antrag aber ablehnen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Mehrheitsfraktion im Balver Rat. Andere Vereine würden für beispielsweise die Ausrichtung des Martinsmarktes in Mellen, des Weihnachtsmarktes in Garbeck oder des Nikolausmarktes in Beckum auch keine finanzielle Unterstützung von der Stadt erhalten. Es gelte den „Gleichheitsgrundsatz“ zu wahren. 

Weihnachtsmarkt ein "Aushängeschild"?

Für Heinrich Stüeken (UWG) zog dieses Argument nicht, denn er sah den Weihnachtsmarkt mit lebendiger Krippe und Beleuchtung als „Aushängeschild der Stadt Balve“. „Lassen wir den Fachhandel nicht im Regen stehen“, mahnte er . „Setzen wir als Stadt ein Zeichen.“ Dies relativierte sein Fraktionsvorsitzender Lorenz Schnadt, denn bisher seien von der Stadt projektbezogene Gelder für die Hütten, die Beleuchtung und den Comic geflossen. 

Dafür gaben sich die Ratsmitglieder einstimmig mit dem von Alexander Schulte, Fraktionsvorsitzender der CDU, gemachten Vorschlag zufrieden, die bisherigen Arbeiten des Bauhofes auf dem Drostenplatz rund um den Weihnachtsmarkt dem Fachhandel nicht mehr in Rechnung zu stellen. Die Kosten hatten sich jeweils auf rund 500 Euro belaufen. 

Thema für die SPD noch nicht beendet 

Für die SPD war das Thema aber noch nicht beendet. Er wies auf den Kulturfördertopf hin. Dieser solle – je nach Entwicklung – mit Geldern aus den Gewerbesteuereinnahmen gefüllt werden und für die Förderung von Projekten bereitstehen. In den Klausurberatungen der Fraktionen für den nächsten Haushalt solle dieser Fördertopf mit auf der Tagesordnung stehen.

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