Ein Gebäude wird verkauft

Bekanntes Vier-Sterne-Hotel im MK verkleinert sich

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Das „Alte Pfarrhaus“ in Eisborn ist Teil des Hotels Antoniushütte. Jetzt steht das Gebäude für 750 000 Euro durch einen Makler zum Verkauf.

Eisborn – Das „Alte Pfarrhaus“ in Eisborn wird verkauft. Makler Helmut Schäfer ist von der Eigentümerin Britta Spiekermann beauftragt worden, dieses Gästehaus in Blickrichtung auf die Schützenhalle für 750 000 Euro zu verkaufen.

„So schnell haben sich noch keine Interessenten gemeldet“, sagte Helmut Schäfer auf Anfrage. Geschaltet hatte er dieses Immobilienangebot am Dienstag. Das „Alte Pfarrhaus“ gehört zur Antoniushütte, einem Vier-Sterne-Superior-Haus, in dem schon nationale und internationale Stars übernachtet haben, wenn sie zum Beispiel in der Balver Höhle oder dem Optimum auftraten. In dem nun zum Verkauf stehenden Gebäude befinden sich Hotelzimmer, sodass die Antoniushütte ihr Zimmerangebot künftig also verkleinern wird. 

Keine Stellungnahme gab es von Britta Spiekermann, als die Redaktion bei ihr nachfragte, warum sie sich von ihrem „Pfarrhaus“ trennen will. Unbeantwortet blieben auch die Nachfragen, ob oder wie dieser Verkauf möglicherweise mit der geplanten Steinbrucherweiterung der Lhoist-Unternehmensgruppe zusammenhängt. Nur so viel: der Betrieb in der Antoniushütte geht weiter. 

Haus um 1900 gebaut

Was sich demnächst im „Alten Pfarrhaus“ abspielen soll, ist offen. „Es stehen 600 Quadratmeter an Wohn- und Nutzfläche zur Verfügung“, stellte der Makler sein neuestes Angebot für. „Möglich wäre Kurzzeitpflege, aber auch Mietwohnungen.“ 

Aus dem Exposé ergibt sich, dass dieses Haus etwa um 1900 als ehemaliges Pfarrhaus der Gemeinde St. Antonius Eisborn gebaut wurde. 1993 wurden durch Um- und Anbau 22 Doppelzimmer mit jeweils eigenem Bad-WC sowie zwei Wohnungen geschaffen. Die Grundstücksgröße beträgt 1200 Quadratmeter. 

Ursprünglich als Vikariehaus errichtet

Weil sich diese Immobilie viele Jahre in Kirchenbesitz befand, fragte die Redaktion bei Pfarrarchivpfleger Rudolf Rath nach, welche Geschichten sich in dieser Immobilie verstecken. „1874 wurde es als Vikariehaus vom damaligen Patronatsherrn von Landsberg für die Kirchengemeinde St. Antonius errichtet“, erklärte Rath nach Sichtung der entsprechenden Unterlagen. 

Mit der Gründung der Pfarrei 1894 wurde aus dem Vikarie- dann ein Pfarrhaus, in dem die jeweiligen Geistlichen untergebracht wurden. 1971 wurde es von der Pfarrgemeinde an Hubert und Georg Spiekermann verkauft, um das neue Pfarrhaus mit Gemeinderaum zu finanzieren. Dieses neben der Kirche liegende Pfarrhaus wurde 1968/1969 gebaut – 2015 wurde es zur Finanzierung des Umbaus der Pfarrkirche mit integriertem Gemeinderaum an eine Familie aus Fröndenberg verkauft.

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