Anton Linsmann: Der einzige Schäfer Azubi in NRW

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Anton Linsmann mit einigen Schafen auf dem elterlichen Hof in Garbeck. Dort gibt es rund 500 Mutterschafe.

Garbeck – „Schafe sind mein Leben.“ Deshalb hat Anton Linsmann sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Denn der 19-jährige aus Garbeck hat jüngst seine Prüfung zum Tierwirt, Fachrichtung Schäferei, mit der Note 2,1 bestanden.

Drei Jahre Ausbildung liegen hinter ihm, zwei Jahre davon auf dem elterlichen Hof in Garbeck, das letzte Jahr bei einem Betrieb im hessischen Diemelstadt. „19 Auszubildende machten die Abschlussprüfung in Halle an der Saale, ich war der einzige aus Nordrhein-Westfalen“, erzählt der junge Mann im Gespräch mit der Redaktion. 

Dass Anton Linsmann also 2020 zugleich auch der Schäfer mit der besten Abschlussnote aus Nordrhein-Westfalen ist, nimmt er mit einem Schmunzeln zur Kenntnis: „Eigentlich hatte sich noch ein zweiter Azubi aus NRW angemeldet. Der ist dann aber doch nicht zur Prüfung angetreten.“ Linsmann war außerdem der einzige Prüfling aus einem Schäfereibetrieb. „Die anderen sind Quereinsteiger.“ 

Hohe Durchfallquote

Linsmann und seine 18 Azubi-Kollegen lernten während der vergangenen drei Jahre in Theorie und Praxis den Umgang mit den Tieren, die Tierhaltung, Fütterung, Anatomie, Hüte-Techniken, Ausbildung von Hüte-Hunden und auch Wirtschaftskunde. Dass dabei viel Wissen gefragt ist, beweist die hohe Durchfallquote. So schafften gleich acht von 18 Azubis die Abschlussprüfung nicht. Anton Linsmann aber ist hochzufrieden mit seiner Leistung und den hinter ihm liegenden drei Lehrjahren. Jetzt arbeitet er als ausgebildeter Schäfer mit bei seinem Vater Reinhard Linsmann. „Unser Betrieb geht jetzt in die sechste Generation“, freut sich der Schäfermeister über die familieneigene Unterstützung. 

500 Mutterschafe der Rassen Merino-Landschaf und schwarzköpfiges Fleischschaf gibt es auf dem Hof in Garbeck. „Wir haben hier eine Sieben-Tage-Woche“, weiß Anton Linsmann um die Arbeit und die Verantwortung in seinem Beruf. Zwei Jahre sammelt er Erfahrung im elterlichen Betrieb, danach geht es für ihn noch einmal zurück auf die Schulbank: „Ich möchte meinen Meister machen.“ Dies ist für Schäfer nur in Bayern möglich.

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