Die Zahl der Grundschüler in Balve steigt

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Marleen Emmerich und Stefan Tertel von der Anonymen Drogenberatung berichteten dem Ausschuss über ihre Arbeit.

Balve - Positive Zahlen gab es in der Sitzung des Ausschusses Schule, Kultur, Soziales und Sport am Mittwoch: Der allgemeine Vertreter des Bürgermeister Michael Bathe vermeldete, es gebe wieder mehr Schulanfänger. 83 Mädchen und Jungen gingen im nächsten Schuljahr in die ersten Klassen an den drei Grundschulen des Stadtgebietes. „In diesem Jahr waren es 77“, erklärte Bathe, der auf die weitere Entwicklung hinwies. „Im Schuljahr 2019/ 2020 werden es 101 Schulanfänger, im Jahr darauf 111 sein.“

Von den Kindern, die im nächsten Jahr neu in die Schule gehen, werden 39 zwei erste Klassen der Balver Grundschule besuchen; 25 sind in der Beckumer Grundschule, 18 in Garbeck angemeldet worden. „Insgesamt sind das vier kleine Klassen“, fasste Bathe das kommende Schuljahr zusammen.

Im Verlauf dieser Sitzung, der letzten dieses Ausschusses in diesem Jahr, wurde beschlossen, die Spielplatzfläche der Straße Im Langenloh in Beckum als Bauplatz auszuweisen. Bereits 2013 wurden die Spielgeräte von der 541 Quadratmeter großen Fläche entfernt.

Mehrheitlich abgelehnt wurde der von Sigrid Schmidt (SPD) eingebrachte Antrag, einen Beitrag zur Kulturförderung an die Gewerbesteuer zu binden. Acht Promille der Einnahmen aus der Gewerbesteuer sollten demnach jährlich für den Kulturbereich zur Verfügung bereitgestellt werden. Auf Antrag könne so Geld für Projekte abgerufen werden, wenn denn der Rat diesem zustimme. „Das Geld steht bereit und fließt wieder in den Haushalt zurück, wenn es nicht abgerufen wird“, versuchte die SPD-Politikerin, die anderen Fraktionen zu überzeugen. Aber gegen die Nein-Stimmen der CDU, hatten die beiden Ja-Stimmen der SPD keine Chance.

Auch ein Sachstandsbericht zur Flüchtlingssituation stand auf der Tagesordnung. „Die Gesamtzahl mit 265 Flüchtlingen ist seit 2015/ 16 auf einem gleichbleibenden Niveau“, sagte Bürgermeister Hubertus Mühling. Der größte Teil komme aus Syrien (107), dem Irak (44) und Aserbaidschan (14). 13 Flüchtlinge seien zwar in Balve gemeldet, hätten dort aber keinen festen Wohnsitz. Nach wie vor halte die Stadt Sammelunterkünfte in der Helle, in Beckum und in Garbeck vor, in die die Geflohenen so eingeteilt werden, dass möglichst kein sozialer Unfriede entstehen soll. Ziel sei es aber, die Menschen in eigene Wohnungen zu vermitteln. Aktuell gebe es 160 eigene Mietverhältnisse, im September waren es noch 118. Die Stadt sei vorbereitet auf weitere Zuweisungen, hieß es abschließend.

Dass eingewanderte Menschen auch einen Teil der Arbeit der Anonymen Drogenberatung (Drobs) ausmachen, stellten deren Mitarbeiterin Marleen Emmerich vom Standort Werdohl und Drobs-Geschäftsführer Stefan Tertel dar. „Deren Drogenkultur stellt uns vor große Herausforderungen“, gab Tertel einen Einblick in die Arbeit mit Flüchtlingen. Weitere Herausforderungen seien die Verschlechterung der Drogenersatzangebote, die im Märkischen Kreis nur von einer Arztpraxis ermöglicht werden. Außerdem gäbe es Probleme mit einem „grauen Schwarzmarkt“ für Schmerzmittelmedikamente, die abhängig machten, sowie Internetabhängigkeit, die mit der Einnahme von Amphetaminen durchgestanden werde. Dafür gebe es, erläuterteTertel, zu wenig Hilfsangebote.

Menschen, die älter als 30 Jahre seien, litten im Kreis schwerpunktmäßig an einer Abhängigkeit von Opiaten. Jüngere würden dagegen vornehmlich Cannabis und Amphetamine konsumieren. Emmerich erklärte, dass ein Schwerpunkt der Arbeit der Drobs in Balve die Angehörigenberatung sei. Die Drogenberatung stehe als Ansprechpartner jederzeit anonym, vertraulich und kostenlos zur Verfügung.

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