Angebot für Kinder soll nicht schlechter werden

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Obwohl nur wenige Mellener kamen, um über die Zukunft der maroden Skaterbahn zu beraten, kamen viele Ideen zusammen. ▪

MELLEN ▪ Alle Mellener waren geladen, über die Zukunft der maroden Skaterbahn zu diskutieren, doch nur acht Erwachsene und vier Kinder nahmen an dem Treffen am Mittwochabend teil. Die Meinungen waren dennoch vielfältig.

Die seit drei Wochen gesperrte Anlage abreißen oder reparieren oder für Ersatz sorgen? Am Ende gab es zwar kein repräsentatives Votum darüber, wie es weiter gehen soll, doch Ortsvorsteher Christoph Rüth wird in einer Dorfversammlung, die Anfang September stattfinden soll, das Thema noch einmal zur Diskussion stellen.

Vor etwa zehn Jahren wurde die etwa 40 Meter lange und drei Meter breite Anlage im Rahmen der Aktion „Unser Dorf soll schöner werden“ in der Nähe des Dorfteiches gebaut. Spender machten es damals möglich, die Idee der Ortsunion zu verwirklichen. Der ehemalige Ortsvorsteher Josef Rüth erinnerte sich, dass der jetzige Standort nicht der endgültige sein sollte: „Irgendwann sollte die Anlage hinter dem Sportplatz stehen.“

Doch so weit kam es nie. Schotter als Unterlage, Gummimatten, Metallgestell und Holzabdeckung liegen noch immer so wie am ersten Tag. Und nicht nur der Zahn der Zeit, sondern auch der Holzwurm nagte an dieser einzigen Skateranlage im Raum Balve. Christoph Rüth wies auf die oberste Schicht hin: „Die löst sich und splittert ab.“ Zum Beweis will er eine Holzleiste andrücken – und hat ein Stück davon in der Hand. Auch deshalb hat sich Leon Kather andere Betätigungsfelder wie Handball oder das THW gesucht. „Vor zwei Jahren bin ich jeden Tag mit Fahrrad oder Inlinern hier gewesen“, erzählt der Zwölfjährige. „Da war aber alles noch in Ordnung. Jetzt sind überall Löcher und man bleibt immer hängen.“ Er würde dem Vorschlag, stattdessen eine Seilbahn zu bauen – wie es bei der Ortsbegehung vorgeschlagen wurde – zustimmen. „Oder die Skaterbahn sollte wieder repariert werden“, könnte er aber auch mit einer Alternative leben.

900 Euro nur für die Seile, während die komplette Seilbahn 6000 Euro kosten würde – diese Summe ist nicht ohne. Doch mit Spenden wäre eine Realisierung auch des vorgeschlagenen Basketballfeldes möglich, ebenso die Instandsetzung der Skaterbahn. „Eine Lösung – aber mit Schallreduzierung“, forderte ein Anlieger, der auf den hohen Lärmpegel hinwies, der mit der Nutzung einherging.

Es kamen trotz der geringen Beteiligung viele Meinungen und Ideen zusammen, die Christoph Rüth gesammelt hat und nun aufarbeiten will: „Das weitere Vorgehen muss finanziell realisierbar und genehmigungsfähig sein.“ Im Vordergrund soll aber stehen, dass die Angebote für die Mellener Kinder nicht schlechter werden sollen. Deshalb wird auch der Spielplatz im Golddorf zur Zeit auf den neuesten Stand gebracht. ▪ JK

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