Bis zu 40 Minuten Wartezeit

„Ampelstadt“ Balve bleibt weiterhin Thema

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Bis zu 40 Minuten Wartezeit mussten Autofahrer einplanen.

Balve - Im Stadtgebiet Balve rollt der Verkehr längst wieder. Das wochenlange Chaos, hervorgerufen durch die Baustelle auf der Hönnetalstraße für die Arbeiten an der Abbiegespur zum Netto-Markt, ist aber weiterhin Thema in der Hönnestadt.

So hat Daniel Pütz als Vorsitzender der Gemeinschaft Balver Fachhandel knapp 20 Tage nach seinem offenen Brief an Landrat Thomas Gemke jetzt eine Antwort des Märkischen Kreises bekommen, mit der Pütz allerdings nur wenig anfangen kann. Gemke erklärt in diesem Antwortschreiben noch einmal, warum rund um den Kreisel kurzfristig die Baustellenampeln mit Wartezeiten von bis zu 40 Minuten aufgestellt werden mussten und verweist ebenfalls noch einmal darauf, dass einige Probleme erst durch sich aggressiv verhaltende und Regeln missachtenden Verkehrsteilnehmer entstanden seien.

„Die emotional geprägte, subjektive Kritik von Bürgern ist nachvollziehbar und wird von der Behörde ernst genommen“, schreibt Gemke weiterhin. Daniel Pütz wundert sich vor allem darüber, dass der Brief bereits am 22. Juli verfasst, vom Kreis aber erst acht Tage später verschickt wurde, wie am Ausgangsstempel abzulesen ist.

„Während unsere Mitglieder mit ihren Geschäften mit jedem Tag, den sie derartige Verkehrsbeeinträchtigungen treffen, in immer größere Nöte geraten, die mittlerweile Existenzängste aufkommen lassen, scheinen bei Ihrer Behörde Tage oder auch Wochen nicht so sehr ins Gewicht zu fallen“, schreibt Pütz in seiner Antwort an den Landrat – und spricht von einer „Bürgerferne“, die die Behörde als schlechtes Zeichen aussende.

Dass bereits in dieser Woche neue mobile Ampelanlagen aufgestellt wurden – zur Fällung von Bäumen und der Verlegung von Glasfaserkabeln (wir berichteten) – nennt Pütz „diplomatisch sehr unklug“ und stellt fest, dass das in seinem ersten Schreiben künftig erbetene Fingerspitzengefühl weiterhin ausbleibe. Von den Nachbarstädten, die sich über abwandernde Kundschaft freuten, werde Balve längst als „Ampelstadt“ veralbert.

In seinem offenen Brief vom 11. Juli hatte Pütz dem Kreis bei der „Ampellösung“ Fehlplanung vorgeworfen und unterstellt, dass der Behörde die Situation in den Ortschaften des Kreises egal sei.

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