Amicitia verabschiedet sich aus Volkringhausen

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Der Vorsitzende Michael Volmer (l.) und Fabian Schulte vom Kreismusikerverband (r.) konnten zahlreiche Vereinsmitglieder für ihre Treue zum Musikverein auszeichnen.

Garbeck -  Der Musikverein Amicitia Garbeck nimmt 2017 nach 33 Jahren zum letzten Mal am Schützenfest in Volkringhausen teil.

Diese Entscheidung fiel nach einer geheimen Abstimmung während der Probe am 27. Januar. Michael Volmer, Vorsitzender der Musiker, erläuterte während der Jahreshauptversammlung am Freitag die Hintergründe.

„Diese Entwicklung hat sich über mehrere Jahre abgezeichnet“, sagte Volmer. „Wir haben bemerkt, dass für diesen Termin in Volkringhausen während der Urlaubszeit die meisten Aushilfen benötigt werden.“ Und: die Garbecker haben an dem vierten Wochenende im Juli dann schon nach Sundern, Garbeck und Balve das vierte Fest in Folge hinter sich. „Es ist jetzt einfach die Zeit für einen Tapetenwechsel“, stellte der Vorsitzende fest.

Das meinte auch der Großteil der 52 Musiker des insgesamt 65 Mitglieder starken Hauptorchesters, die im Januar abgestimmt haben. 86 Prozent sprachen sich gegen eine weitere Teilnahme am Volkringhausener Schützenfest aus, 14 Prozent waren dafür. Der Vorstand der Volkringhausener St. Hubertus-Schützen sei bereits informiert worden. Zudem habe er vorgeschlagen, bei der Suche nach einer neuen Festmusik zu helfen, erklärte Volmer: „Ich habe viele Kontakte, so dass ich gerne dabei zur Seite stehe – wenn es gewünscht wird.“ Dagegen sollen keine Wünsche offen bleiben, wenn die Amicitia in diesem Jahr zum letzte Mal in Volkringhausen aufspielt: „Wir werden uns gescheit verabschieden und noch einmal alles geben.“

Die Garbecker Musiker haben kein weiteres Schützenfest in ihren Terminkalender aufgenommen, so dass sie in der Schützenfestsaison nun in Langenholthausen und Sundern das gesamte Fest gestalten sowie die Festzüge in Garbeck und Balve musikalisch begleiten. Darüber hinaus stehen das Wunschkonzert, das Festival der Liebe und – in diesem Jahr wieder als größte Herausforderung – die ausverkaufte „Night of Music“ im Terminkalender.

Alle sollen bezüglich der Proben in die Pflicht genommen werden, denn die Beteiligung im vergangenen Jahr sei mit 59,38 Prozent die schlechteste seit 2010 – obwohl nur 42 Proben und damit weniger als im Jahr zuvor stattgefunden hätten. Fleißigste Musiker waren Julia Schrimpf (95,24 Prozent Beteiligung), Christoph Bathe (92,86 Prozenzt) Josef Falkenhorst und Sandra Fricke (90,48 Prozent). Schriftführer Christoph Bathe hatte diese Zahlen aufbereitet. 71,2 Prozent aus dem Jahr 2011, dem Jahr des Dirigentenwechsels, seien bisher nicht wieder erreicht worden. Jetzt wollen die Musiker mit einem eigenen Gremium dafür sorgen, die Proben wieder attraktiv zu gestalten. Die Auswahl der Stücke sowie eine mögliche Kinderbetreuung während der Übungszeiten sollen in die Überlegungen einbezogen werden.

Neben den 65 Hauptorchestermusikern gehören dem Verein 30 Musiker im Jugendorchester und 17 im Vororchester an. In der Ausbildung an der Musikakademie befinden sich 64 Schüler; acht in der Bläserklasse, 56 in der Instrumentenausbildung.

Neu ins Orchester aufgenommen wurden Lukas Schulte, Vanessa Bathe, Maike Wagner, Laura Pichlbauer, Patrick Schrimpf und Dominik Schulte. Geehrt wurden Markus Vielhaber, Philipp Hepping und Tim Volkmer für 20-jährige Mitgliedschaft, zehn Jahre sind Lisa Severin und Hendrik Schulte dabei.

Wieder gewählt wurden Schriftführer Christoph Bathe, Beisitzer Ralf Geuyen und Notenwart Michael Jörgens. Für den ausgeschiedenen Inventarverwalter Jürgen Kraus rückt Alexander Biehs aus dem Beirat nach. Neuer Beisitzer ist Philipp Weber.

Von Julius Kolossa

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