Altenheimprüfung: Betreiber erwarten ein „gutes Zeugnis“

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Heinz Strieweski konnte am Samstag im Rahmen des Patronatsfestes seinen 70. Geburtstag feiern.

Balve - Noch nie war der Saal des Altenpflegeheims St. Johannes so gut gefüllt wie am Samstag während der Feier zu Ehren des Namenspatrons der Stadt Balve und der Seniorenwohnanlage: Johannes der Evangelist.

Im Anschluss an die Messfeier hatten die Verantwortlichen traditionell zum Empfang für Bewohner und Gäste geladen. Pfarrer Andreas Schulte leitete die Messfeier, ihm zur Seite standen die Diakone Martin Hufelschulte, Josef Hültenschmidt und Gerd Eisenberg.

Im Namen aller Bewohner begrüßte Franz-Josef Rademacher danach die Gäste, darunter den stellvertretenden Bürgermeister Alexander Schulte und Ortsvorsteher Matthias Streiter. Ganz besonders begrüßt wurde Heinz Strieweski, denn dieser feierte seinen 70. Geburtstag. Er bekam nicht nur Geschenke und Glückwünsche von vielen Seiten, sondern auch ein Ständchen von allen Teilnehmern dieses Patronatsfestes. Der Dortmund-Fan war sichtlich gerührt.

Auch zwei Mitarbeiterinnen wurden geehrt: Nina Wulf ist seit zehn Jahren im Seniorenheim tätig, Hedwig Leppelmann-Schültke wurde für 25-jährige Tätigkeit geehrt. Seit der Gründung vor 20 Jahren ist sie in der Balver Einrichtung aktiv, angerechnet wurde ihr zudem der vorheriger Dienst bei einem anderen caritativen Arbeitgeber.

Haus sei fast immer vollständig belegt

Die Verantwortlichen, die damals die Entscheidung zur Gründung getroffen hatten, hätten klug und wegweisend gehandelt, stellte Franz-Josef Rademacher in seiner Begrüßung fest. Besonders Pfarrer Ludger Kinkel hätte diese Einrichtung vorangetrieben. Fast immer sei dieses Haus vollständig belegt; ansonsten sei es zu 98 Prozent ausgelastet. Wichtigstes Pfund seien qualifizierte Mitarbeiter, die den Bewohnern hier ein neues Zuhause geben würden.

2015 soll während eines Sommerfestes auf die Geschichte zurückgeblickt werden, wozu auch seit zehn Jahren das Betreute Wohnen gehört. In seinem weiteren Ausblick führte Rademacher aus, dass die Nachwuchsfrage einen großen Raum einnehme. Während die Bedürfnisse der Lokführer und Fluglotsen groß in den Mittelpunkt gestellt würden, würde Pflege und die damit verbundenen Bedingungen erst aktuell, wenn jemand unmittelbar betroffen sei. Aufmerksam wolle man die Menschen mit der Aktion „Pflege am Boden“ machen.

In Balve stehe die Palliativpflege im Blick; hier stehe den Menschen in ihren letzten Stunden geschultes Personal für ein würdiges und schmerzfreies Sterben zur Seite. Außerdem sollen im kommenden Jahr verschiedene Kurse für Muskelaufbau und Bewegung vom Reha-Sport-Verein Balve angeboten werden. Geplant ist zudem ein Tanzcafé.

Pfleger sitzen lange vor dem Computer

Kürzlich sei das Altenpflegeheim wieder vom Medizinischen Dienst überprüft worden, der so Rademacher, wohl wieder ein gutes Zeugnis ausstellen werde. Deutlich wurde bei dieser Prüfung, wie viel Arbeitszeit die Pflegenden am Computer verbringen müssten, die sie dann nicht den Bewohnern widmen könnten.

Kurz ergriff der stellvertretende Bürgermeister Alexander Schulte das Wort. Verbunden sei er durch seine Großmutter mit dieser Einrichtung. Diese saß im ersten Seniorenbeirat erklärte Schulte. Auch in seiner Rolle als Sänger des MGV Amicitia Garbeck habe er dem Seniorenheim schon einige Besuche abgestattet.

Im Rahmen des anschließenden Empfangs mit Sekt, Orangensaft, Kaffee und Häppchen hatten Gäste und Bewohner ausgiebig Gelegenheit zum Austausch in gemütlicher Runde.

Von Julius Kolossa

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