Prüfungen laufen noch

Altenheim: Entscheidung über neuen Mehrheitsgesellschafter soll im Oktober fallen

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Das Altenpflegeheim St. Johannes bekommt einen neuen Mehrheitsgesellschafter.

Balve – Die Entscheidung, wer neuer Mehrheitsgesellschafter und damit zugleich Träger der St.-Johannes-Seniorenwohnanlage wird, verzögert sich weiter.

Auf Anfrage teilte Ludger Terbrüggen, Kirchenvorstandsmitglied der Gemeinde St. Blasius, mit: „Noch finden Prüfungen statt.“ 

Aus den Gesprächen gebe es inzwischen viele positive Signale, sodass man nun im Oktober mitteilen wolle, für wen sich der Kirchenvorstand der Gemeinde als Nachfolger der Katholischen Kliniken im Märkischen Kreis gGmbH (KKiMK) entschieden habe. Die Kirchengemeinde als Teil der Altenheim-Betreibergesellschaft St. Marien gGmbH hatte den Vertrag mit den Katholischen Kliniken im Sommer zum 31. Dezember gekündigt, nachdem es zu Unstimmigkeiten bezüglich der Neuausrichtung der Einrichtung gekommen war. 

Die Kirchengemeinde ist Grundstückseigentümerin und zweitgrößte Gesellschafterin (47 Prozent), der KKiMK gehören 51 Prozent. Die restlichen zwei Prozent sind in Besitz der zum Erzbischöflichen Generalvikariat in Paderborn gehörenden Cura Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft für soziale Einrichtungen. In den 1990er-Jahren war diese Kooperation zur St. Marien gGmbH geschlossen worden. Ziel war es, die Kosten für die Unterhaltung des Altenpflegeheims zu minimieren. 

Katholische Kliniken sollen Zusagen nicht eingehalten haben

Im Juli wurde vom Kirchenvorstand berichtet, dass der Vertrag fristgerecht zum Jahresende gekündigt wurde. Als Grund wurde angegeben, dass die Katholischen Kliniken gemachte Zusagen nicht eingehalten hätten. Insgesamt sollten sechs Millionen Euro in die Einrichtung investiert werden, um unter anderem die seit 2005 geltende Einzelzimmerquote von 80 Prozent zu erfüllen und nach der Schließung des Hauses Annabell in Garbeck im Oktober 2018 zehn weitere Pflegeplätze zu schaffen. 

Deshalb beschloss die Kirchengemeinde aktiv zu werden und sich auf die Suche nach einem neuen Mehrheitsgesellschafter zu machen, um das Altenpflegeheim langfristig neu ausrichten zu können. Ist dieser gefunden, könnte die KKiMK aus der Betreibergesellschaft austreten und ihre Anteile an den neuen Partner übertragen. Es ist laut Kirchengemeinde aber auch vorstellbar, dass die St.-Blasius-Gemeinde, Cura und der neue Mehrheitsgesellschafter eine komplett neue Betreibergesellschaft gründen.

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