Realschüler präsentieren neues Bühnenmärchen

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An der Realschule verderben viele Köche nicht den Brei, auch nicht, wenn alle zugleich ihren Senf dazu geben.

Balve - Eine Lokomotive namens Lokolieschen macht am kommenden Sonntag die städtische Realschule unsicher. Jedenfalls wird sie auf der Bühne ihre Runden ziehen – und zwar im Theaterstück „Stokkerlok und Millipilli“. Die Schüler proben dafür derzeit mit Hochdruck.

Das moderne Bühnenmärchen geschrieben haben Rainer Hachfeld und Volker Ludwig. Die Theatergruppe besteht aus 24 Schülern aller Jahrgangsstufen. Seit diesem Schuljahr treffen sich die Schauspieler jeden Montag zu regelmäßigen Proben. Ende Januar, Anfang Februar hat sogar ein Probenwochenende mit den Schülern stattgefunden, so dass intensiv an einzelnen Szenen und Übergängen geprobt werden konnte.

In dem Theaterstück geht es um den Lokomotivführer Stokkerlok, der alle Kinder umsonst auf der Lokolieschen mitfahren lässt. Die Mädchen und Jungen haben riesigen Spaß dabei, wenn da nicht der böse Kratzwurst wäre, dem das alles zu weit geht.

Ihm gehört nämlich das Lokolieschen und ihm sind fröhliche und singende Kinder ein Dorn im Auge. So nimmt er die Lokomotive auseinander und verteilt sie an alle bösen Menschen dieser Welt.

Anfangs ist Stokkerlok am Boden zerstört, denn so ist ihm das Liebste genommen worden. Er trifft dann aber auf das kleine Mädchen Millipilli, das ihm sofort seine Hilfe anbietet. Sie sucht Kratzwurst auf und holt sich die Erlaubnis ein, Lokolieschen wieder zusammen zu bauen. Kratzwurst lacht sich darüber kaputt, denn er traut Millipilli überhaupt nichts zu.

Er will ihr sogar das Lokolieschen schenken, wenn sie die Teile zusammenbekommt. Hätte er gewusst, dass das Mädchen und der Lokomotivführer so ein gutes Team sind, hätte er sein Versprechen sicherlich nicht gegeben.

Zuerst verschlägt es die beiden in die Schule. Dort hat ein Lehrer das ewige unterrichten satt, denn die Schüler antworten immer verkehrt. Er baute kurzerhand mit den Teilen der Lokomotive eine Schulmaschine, bei der es immer nur korrekte Antworten gibt.

So entsteht Szene für Szene das Lokolieschen neu. Kratzwurst erinnert sich am Ende an sein Versprechen und versucht die Lokomotive aber wieder auseinanderzunehmen. Doch dieses Mal hat er nicht mit den Kindern im Zuschauerraum gerechnet – jedenfalls hoffen das die Realschüler.

Der Regisseur Stephan Bischoff meint, dass es die beiden Autoren geschafft hätten, Charaktere auf die Bühne zu bekommen, „die uns aus unserem alltäglichem Leben bekannt sind“. Mit jeder Probe steigt nun die Anspannung in der Theatergruppe. Die Schauspieler freuen sich auf die Aufführungen. Am Sonntag gibt es in der Pause natürlich auch wieder Kaffee und Kuchen, versprechen sie allen Besuchern.

Die Aufführung beginnt um 15 Uhr. Der Eintritt ist frei, allerdings wird um Spenden gebeten.

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