„Alles neu empfunden“

Auch an den Weihnachtstagen wird Vikar Grothe bei einigen Gottesdiensten die Messe lesen. - Fotos: Kolossa

Balve -  „Für mich war dieses Jahr von Gott gesegnet“, blickt Vikar Wilhelm Grothe auf die vergangenen zwölf Monate zurück, in dem er zum ersten Mal als Priester agierte. „Es war toll, wie ich alles neu empfunden habe.“ Und im langsam auslaufenden Jahr hätte er alle Eindrücke noch vertiefen können. Seinen Schwerpunkt sieht der 63-jährige Beckumer, der 2001 zum ständigen Diakon geweiht wurde und am 15. Dezember 2012 die Priesterweihe empfangen hat, in der Gottesdienstgestaltung.

Es sei interessant, immer wieder andere Menschen dabei kennenzulernen. Angenehm überrascht war er nach eigener Aussage, wie herzlich ihm die Gläubigen in Affeln, Altenaffeln, Küntrop und Blintrop begegnen – Orte, in denen der Vikar anfangs nicht sehr bekannt gewesen sei.

Jetzt sorgt sein neuer Beruf dafür, das Leben auch in diesen Gemeinden im Pastoralverbund zu gestalten. Dabei weiß er überall ein gutes Team bei den Vorbereitungen an seiner Seite.

In seinem „zweiten Gesellenjahr“ – wie er es nennt –hätte er vieles erlebt, was er in seinem alten Beruf als Industriekaufmann nicht erlebt hätte. Dazu gehöre, die Sternwallfahrt als Priester mit zu gestalten, aber auch, die Beichte zu hören und die Krankensalbung zu spenden. Letzteres sei das beste, was ein Mensch für sich tun könne, habe Grothe bei vielen Begegnungen erfahren. Bei demjenigen, der sich bewusst dafür entscheide, spiele sich „im Kopf was ab“. Diese Frauen und Männer seien ihm danach, so empfand der Vikar das, befreiter begegnet.

Für 2015 hat er zwei Wünsche: „Viel Gesundheit und von Jesus die Kraft, alles zu schaffen.“ Er freut sich dabei auf jeden Tag des kommenden Jahres, denn „das Priester-Dasein ist mein Beruf und meine Berufung.“

Von Julius Kolossa

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