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Alle Anteile verkauft: Finanzierung von Solarstrom-Großprojekt gesichert

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Von: Julius Kolossa

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Ähnlich wie hier in Neuenrade-Küntrop soll auch in Mellen demnächst eine große Freiflächen
Ähnlich wie hier in Neuenrade-Küntrop soll auch in Mellen demnächst eine große Freiflächen © voltaik-Anlage entstehen. Die Weichen dafür wurden gestellt. Foto: Birke

Das ging schnell – und es ist ein eindrucksvoller Beweis für die Akzeptanz gegenüber dem von der Dorfenergiegenossenschaft Mellen initiierten Projekt, eine große Fotovoltaikanlage zur Energieversorgung zu errichten.

Mellen – Für 2500 Euro konnte man sich mit einem Anteil in das Projekt einkaufen. Nach wenigen Wochen sind nun alle Anteile verkauft.

„Wir können keine weiteren Anträge mehr annehmen, weil wir voll sind“, teilte Johanna Rüth als Vorstandsmitglied der Dorfenergiegenossenschaft unserer Zeitung mit. Es hatte sich am Sonntag herausgestellt, dass alle 900 zur Verfügung stehenden Genossenschaftsanteile inzwischen ausgegeben werden konnten.

„Wer hätte gedacht, dass wir am 27. Oktober unsere erste Informationsveranstaltung durchgeführt haben, wo die ersten Anteile verkauft wurden – und jetzt, nicht einmal zwei Monate später, haben wir über zwei Millionen Euro eingenommen?“

Johanna Rüth und der gesamte Vorstand mit Wilfried Köster und Jürgen Schneider sowie dem Aufsichtsrat, bestehend aus Robert Viertel, Heinrich Drees, Lukas Vedder-Stute und Carsten Schulte hatten offenbar auch in Beckum und Langenholthausen ganze Überzeugungsarbeit geleistet.

Auch dort wurde das Konzept vorgestellt, mit dem Strom aus Sonne von einer zweieinhalb Millionen Euro teuren Fotovoltaikanlage gewonnen, und als „Mammutstrom“ von der Balver Netzgesellschaft zu einem vergünstigten Preis auf dem Markt angeboten werden soll. Auch die Netzgesellschaft, zu der die Stadtwerke Menden und Balve gehören, hat sich eingebracht, und 100 Anteile gekauft.

Damit sind die Gesamtkosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro durch den Verkauf der insgesamt 1000 Anteile finanziert. Der Rat der Stadt Balve hat bereits den Weg freigemacht: Der Flächennutzungsplan für das Areal kann geändert werden, sodass der Bau möglich wird.

Die Dorfenergiegenossenschaft will nun die nächsten erforderlichen Schritte einleiten. Dazu zählt vor allem der Kauf der leistungsstarken Fotovoltaikanlage: Mit 3618 Fotovoltaik-Modulen, 20 Wechselrichtern und drei Hochleistungs-Trafos sollen jährlich etwa zwei Millionen Kilowattstunden Strom aus Sonnenenergie erzeugt werden.

Der Strom soll durch Leitungen in Mellen und dem sonstigen Raum Balve fließen, denn die vor Ort erzeugte Energie soll auch vor Ort bleiben. Johanna Rüth: „In dieser Woche werden alle Eigentümer postalisch kontaktiert und informiert.“

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