Alexander Schulte wird „Jupp“ Stükens Nachfolger

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Franz-Josef Stüken (l.) bekam zu seinem Abschied ein Fußballtrikot mit einem besonderen Aufdruck von seinem Nachfolger Alexander Schulte (r.) überreicht. ▪

GARBECK ▪ Das war Gänsehaut pur – so, wie die Sänger des Männergesangvereins Amicitia Garbeck, verabschieden nicht alle Vereinsmitglieder ihrer scheidenden Vorsitzenden. Standing-Ovations, tosender Applaus und „Jupp-Jupp“-Rufe schallten am Samstagabend durch den Saal im Gasthof Syré, als Franz-Josef Stüken den Tisch der Vorstandsriege verließ und zwischen seinen Vereinskameraden Platz nahm.

15 Jahre hatte er die Geschicke des Männergesangvereins geleitet – und das, wie sich anhand des Lautstärkenbarometers erahnen ließ, zur absoluten Zufriedenheit der etwa 60 Sänger. „Ich habe es sehr gerne gemacht. Aber nach 15 Jahren meine ich, ist es erlaubt zu sagen: ‚Jetzt ist Schluss’“, begründete Stüken seine Entscheidung, nicht noch einmal zu kandidieren.

Zu seinem Nachfolger wählte die Versammlung Alexander Schulte. Der frühere zweite Vorsitzende erhielt 47 Ja-Stimmen, fünf Nein-Stimmen und fünf Enthaltungen. Auf seinen Posten rückt Bernd Schmid nach. Wiedergewählt wurden Adrian Klehr, zweiter Schriftführer, und Peter Hoffmann, Beisitzer. Neu in den Reihen des Vorstands ist Mark Kircher als weiterer Beisitzer.

Doch gab es neben diesen entscheidenden personellen Veränderungen auch wieder Ehrungen. Drei „Weiße Raben“ konnte Stüken zum letzten Mal in seiner Funktion als Vorsitzender auszeichnen – am häufigsten zu den Chorproben erschienen waren: Adrian Klehr, Günther Mettken und Bernd Prior. Im Durchschnitt, so berichtete Schriftführer Bernd Zielhofer in seinem Jahresrückblick, seien 39 Sänger zu den Proben erschienen. Prozentual seien dies 66,2 Prozent – wobei nicht vergessen werden dürfe, dass viele Mitglieder in Schichtbetrieben beschäftigt seien.

Des Weiteren ließ Zielhofer in seinem Bericht noch einmal die größten Ereignisse des vergangenen Jahres Revue passieren. Im 150. Jubiläumsjahr standen zahlreiche Termine im Kalender. „Es war anstrengend, aber auch sehr schön“, schlussfolgerte er. Außerdem erhielten wieder einige Sänger Auszeichnungen für ihre gesanglichen Leistungen.

Chorleiter Hartwig Diehl wies in seinem Ausblick auf das laufende Vereinsjahr auf eine „spektakuläre Aktion“ hin. Der Männergesangverein wird zum Ensemble des Festivalchores beim 7. Toccata Open-Air in Neheim gehören. Dort werden laut Ankündigung unvergängliche Klänge von Händels „Halleluja“ über Verdis „Freiheitschor“ bis hin zu Orffs „O Fortuna“ in den Nachthimmel über dem Neheimer Dom erklingen. Auch wenn das Ziel, eine 75-prozentige Probenteilnahme im vergangenen Jahr nicht erreicht werden konnte, habe er Hochachtung vor den Leistungen seiner Sänger, so Chorleiter Hartwig Diehl.

Unter der Leitung des frisch gewählten neuen Vorsitzenden Alexander Schulte diskutierte die Versammlung schließlich über das Brunnenfest. „Wie das aus unseren eigenen Reihen angenommen wird, dürfen wir nicht verkennen“, so Schulte. Daher stellte er der Versammlung die Frage, ob an der Veranstaltung weiterhin festgehalten werden solle. Zwar stimmten aus den Reihen der Sänger auch einige gegen eine Weiterführung des Brunnenfestes, die Mehrheit will jedoch daran festhalten. In diesem Jahr allerdings, so kündigte Schulte an, wird es kein Brunnenfest geben. Der Vorstand wird sich jetzt Gedanken darüber machen, wie die Veranstaltung attraktiver sowohl für die eigenen Sänger als auch für die Bürger ausgerichtet werden kann. ▪ sr

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