Alcar-Gruppe weiht neues Hochregallager ein

Bürgermeister Hubertus Mühling und Alcar-Geschäftsführer Norbert Frohner eröffnen symbolisch das neue Hochregallager in Garbeck. Durch die Investition will Alcar den Kundenwünschen noch schneller gerecht werden.

Garbeck - Es ist 49 Meter breit, 100 Meter lang und 24 Meter hoch – und im Inneren regiert das Chaos. Das neue Hightech-Hochregallager der Alcar-Gruppe in Garbeck, das jetzt eingeweiht wurde.

Das Unternehmen, nach eigenen Angaben europäischer Marktführer von Stahl- und Leichtmetallrädern für den Pkw-Nachrüstmarkt, lagert dort Radgewichte von 7250 Tonnen nach einem „chaotischen System“. Bis zu 700 000 Auto-Räder verschiedener Marken warten in dem Hochregallager auf die Kommissionierung, beziehungsweise die Auslieferung zu den Handelspartnern in ganz Europa, teilt Alcar mit. „Gerade zu den besonderen Stoßzeiten im Herbst und Frühjahr muss es hier sehr schnell gehen“, erläutert Alcar Deutschland Geschäftsführer Klaus Küfer unter dessen Leitung das Großprojekt realisiert wurde.

Die Logistik-Prämisse von Alcar sei, die Kunden zu entlasten, indem man den Händlern die eigene Lagerhaltung weitgehend abnehme und die Räder nach Bedarf liefere. Auch das Thema Reifendruckkontrollsystem (RDKS) könne in Garbeck schnell und unkompliziert gelöst werden. Der passende Sensor werde bei Bedarf den jeweiligen Rädern beigelegt, ebenso wie die entsprechenden Gutachten. All das werde mit Hilfe eines Kleinteile-Paternosters bewerkstelligt.

Dieser Service stelle allerdings hohe Ansprüche an die Lagerhaltung. Die Errichtung des Hochregallagers in Garbeck stelle somit einen wichtigen Eckpfeiler und gleichzeitig einen weiteren Meilenstein in der 30-jährigen Geschichte von Alcar dar. Um die Fahrwege im Lager kurz und das Umschlagtempo hoch zu halten, sei das Gebäude nach dem Prinzip der so genannten chaotischen oder auch dynamischen Lagerhaltung organisiert. Dabei werde bei der Bestückung der Palettenplätze kein bestimmtes System verfolgt, sondern einfach das nächstliegende der 17 280 Fächer angesteuert.

Für den Rechner mache es dabei keinen Unterschied, ob identische oder verwandte Produkte nebeneinander oder in gänzlich unterschiedlichen Ecken des Gebäudes stehen. Dank der Kennzeichnung durch Barcodes sei der Standort jedes einzelnen Pakets für den Computer jederzeit nachvollziehbar. So gelinge in der Praxis eine sehr schnelle Auslieferung mit derzeit sechs Warenausgangsbändern. Pro Stunde könnten insgesamt bis zu 160 Paletten ein- und ausgelagert werden.

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