Aus Afghanistan zum Balver Schützenfest

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Zurück in der Höhle: Schützenkönig Giacomo van Meegen war für die Bundeswehr für ein halbes Jahr in Afghanistan.

Balve - Es war ein freudiges Wiedersehen, als Giacomo van Meegen in dieser Woche zum Arbeitseinsatz in die Balver Höhle kam.

Die Schützen der Bruderschaft St. Sebastian schlossen ihren König freudig in die Arme, hatten sie ihn doch rund ein halbes Jahr nicht mehr gesehen. 

Gerade passend zum Schützenfest an diesem Wochenende zurück vom Bundeswehreinsatz in Afghanistan, prasselten direkt viele Fragen auf van Meegen ein. „Ich brauchte zunächst zwei Tage um mich zu akklimatisieren“, erzählte Giacomo van Meegen. Glücklich war er vor allem, nach so langer Zeit wieder seine Freundin und Königin Nina Autering in die Arme zu schließen konnte. „Sechs Monate fern der Heimat war für mich, aber auch meine Freundin, meine Eltern und Geschwister nicht einfach“, sagte van Meegen. 

Abflug ins Ungewisse

Als er im Januar mit vielen weiteren Bundeswehrsoldaten nach Afghanistan flog, wusste keiner von ihnen genau, was alles auf sie zukommen würde. „Geschult waren wir als Truppe natürlich. Aber in der Realität sieht dann doch vieles anders aus“, sagte der Balver Schützenkönig. 

Stationiert waren van Meegen und seine Kollegen in Masar-e Scharif im Camp Marmal, wo der Balver als Panzergrenadier zur Sicherung der Aufklärer eingesetzt war. Die Einsatzbereitschaft galt dabei täglich rund um die Uhr. Natürlich gab es auch Ruhezeiten, die van Meegen mit den anderen deutschen Bundeswehrsoldaten im Camp am Billardtisch oder beim Sport verbrachte. 

Schützenjacke statt Schutzweste

Ab Samstag in der Hönnestadt wieder mit Schützenjacke und passendem Hut unterwegs, trug der Balver im Einsatz in Afghanistan schwere Schutzweste und Helm, war mit Gewehr bewaffnet – und das bei Temperaturen von häufig 40 bis 45 Grad. „Bis zu sieben Liter Wasser haben wir am Tag getrunken“, erinnerte sich van Meegen. 

Der Einsatz in der Krisenregion werde dem Balver immer in Erinnerung bleiben, sagt van Meegen selbst. Während der sechs Monate habe er auch Land und Leute ein wenig kennengelernt. „Die Menschen, mit denen wir in Kontakt kamen, waren alle sehr nett und freundlich. Aber trauen durften wir natürlich niemandem“, so van Meegen. Zum Abschied aus Masar-e Scharif bekam er von denen Einheimischen aus Dankbarkeit eine Kappe geschenkt. 

An vielen Veranstaltungen teilgenommen

Nun gilt es für van Meegen schnell wieder anzukommen im normalen Leben, denn schon ab Morgen steht er als König im Mittelpunkt des Balver Festwochenendes. „Ich habe das erste Halbjahr meines Königsjahres genossen und war mit meiner Nina bei vielen Veranstaltungen wie Offiziersball, Abrechnung und dem Konzert des Luftwaffenmusikkorps dabei. Aber auch die internen Feiern in der 4. Kompanie haben wir genossen“, erinnerte sich van Meegen in dieser Woche gerne noch einmal zurück. 

Weil er sich in den vergangenen Monaten dann bei den Terminen der Bruderschaft von seiner Königin oder auch den Eltern vertreten lassen musste, freut sich van Meegen nun umso mehr auf die drei Festtage. „Das Schützenfest werde ich mit meiner Freundin und dem Hofstaat so richtig genießen, alles andere in dieser Zeit im Hintergrund lassen“, so van Meegen abschließend.

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