Ärger über neue Rutsche an der Balver Grundschule

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Der neue Vorstand des Fördervereins der St. Johannes-Grundschule mit der von der Stadt Balve verliehenen Auszeichnung: Kassiererin Cordula Budde, 2. Vorsitzende Kristina Streck, 1. Vorsitzende Anette Meller, Schriftführerin Michaela Padberg, Beisitzerin und Schulleiterin Elisabeth Vogel (v.l.). ▪

BALVE ▪ Da der komplette Vorstand neu gewählt werden musste, kam der Jahreshauptversammlung des Fördervereins der St. Johannes-Grundschule Balve am Montagabend eine besondere Bedeutung zu. Doch nicht nur die Wahlen standen im Mittelpunkt. Schulleiterin Elisabeth Vogel nutzte die Gelegenheit, den Zustand der neuen Rutsche, die immer noch nicht genutzt werden kann, heftigst zu kritisieren.

Die Ursache für den kompletten Austausch der Führungsriege war ein Behördenfehler. Seit kurzem wird das Vereinsregister für Balve beim Amtsgericht Arnsberg geführt. Dort war noch der alte Vorstand des Fördervereins rechtskräftig eingetragen worden. Das führte dazu, dass der neuen Leitung um Anette Meller jegliche Arbeitsgrundlage entzogen wurde. So mussten am Montagabend die alten Vorstandsmitglieder erscheinen und ihr Amt offiziell niederlegen. Danach wählte die Versammlung ihren neuen, rechtskräftigen Vorstand: Als 1. Vorsitzende wird Anette Meller weiterhin den Förderverein führen. Ihre Stellvertreterin ist ab sofort Kristina Streck. Das Amt der Kassiererin übernimmt Cordula Budde und zur Schriftführerin wurde Michaela Padberg gewählt. Zur Beisitzerin wurde Schulleiterin Elisabeth Vogel bestimmt.

Elisabeth Vogel kritisierte die Stadt für den Zustand der neuen Rutsche. Obwohl viel Geld in die Hand genommen worden war – auch der Förderverein hatte sich mit 1000 Euro beteiligt, um diese neue Rutsche zu bauen –, können die Kinder das Spielgerät immer noch nicht nutzen. „Ich weiß nicht, warum da nichts passiert. Man kann den Kindern doch nicht etwas Neues dahin stellen und ihnen anschließend verbieten, es zu nutzen“, zeigte die Schulleiterin wenig Verständnis für das Vorgehen der Stadt und fragte in die Runde: „Warum haben wir dann überhaupt eine neue Rutsche gebaut?“

Die 1000 Euro für die Rutsche waren nicht das einzige Geld, das der Förderverein für die Schule im vergangenen Jahr investiert hatte. Für knapp 1700 Euro hatte er Möbel für den neuen Leseraum angeschafft, der nicht nur deswegen zu einem echten Schmuckkästchen geworden ist. „Er wird jetzt gern und oft von unseren Schülern genutzt, und auch die ehrenamtlichen Vorleser fühlen sich dort wohl“, sagte Vogel.

Damit der Förderverein auch in Zukunft in solche Projekte investieren kann, beschloss die Mitgliederversammlung am Montagabend, den Mitglieder-Mindestbeitrag von acht auf zehn Euro anzuheben. ▪ jok

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