Verkehr und Gesellschaft

Demo für Kradfahren im Sauerland

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Olaf Keul organsiert eine Demonstration, um für das Motorradfahren im Sauerland Werbung zu machen

Balve – Er ärgert sich und will sich nun für das Kradfahren im Sauerland stark machen. Olaf Keul (49) fährt gerne mit seiner „Keule“, einer Suzuki SV 650 durch den Märkischen Kreis. „Ihre 72 PS reichen für gemütliche Fahrten durch das Sauerland aus“, erzählt er im Gespräch mit der Redaktion.

„Zwischendurch anhalten und etwas essen, das ist meine Welt.“ Zuletzt ging Keul der Spaß allerdings immer mehr ab, denn vielerorts wurde und wird über Raser und Lärmbelästigungen diskutiert und gestritten. Deshalb plant der 49-Jährige eine große Demonstration für das Kradfahren im Sauerland. Diese Welt auf zwei motorisierten Rädern hat er 1992 für sich entdeckt. „Mir wurde eine Suzuki Bandit angeboten – daraufhin machte ich meinen Motorradführerschein.“ 5000 Kilometer fährt er im Jahr mit einer seiner drei Maschinen: der Suzuki SV 650 und seinen beiden Suzuki Bandits 400. „Es kommt mir nicht auf Schnelligkeit an“, betont er, und kommt ins Schwärmen: „Motorradfahren ist für mich und viele andere ein Hobby, das Spaß macht, und in das auch Geld gesteckt wird.“ Ins Grübeln kommt Olaf Keul, wenn, wie auch beim Treffen im Hönnetal geschehen, einige Motorradfahrer aufdrehen und lautstark vorbeirauschen. „Nicht alle kann man über einen Kamm scheren – es ist zu pauschal, zu sagen, alle Motorradfahrer sind böse und zu laut.“ Deshalb nutzt er sein bisher als Festwirt bei Schützenfesten im Balver Stadtgebiet unter Beweis gestelltes Organisationstalent nun für die Organisation einer Demonstration für Motorradfahrer. Stattfinden soll diese am Sonntag, 23. August. Gespräche, um für dieses Vorhaben die erforderlichen Genehmigungen für die erforderlichen Genehmigungen vom Märkischen Kreis und der Kreispolizeibehörde zu erhalten, hat Keul bereits geführt. „Mit einem hoffentlich positiven Ergebnis rechne ich in der nächsten Woche“, sagt er. 

Bin mit 500 Teilnehmern zufrieden

Denn die Corona-Auflagen würden damit erfüllt, dass jeder Teilnehmer auf seinem eigenen Motorrad fährt, und am Versammlungsort nur Selbstverpflegung vorgesehen ist. Genaue Angaben über diesen Treffpunkt wird Olaf Keul nach Vorliegen aller Genehmigungen bekannt geben. Soviel wollte er im Hönnetal aber schon verraten: „Beginn ist um 11 Uhr mit einer Ansprache von mir oder aber Uwe Hoh von den Motorradfreunden Sauerland.“ Diese stünden ihm in dieser Sache unterstützend zu Seite, würden auch die Begleitfahrzeuge bei der Rundfahrt durch den Märkischen Kreis zur Verfügung stellen. Olaf Keul: „Ich bin mit 500 Teilnehmern zufrieden, freue mich aber auch über 1000.“ Damit möchte er die große Bikerfamilie in ein gutes Licht rücken, nach der vielen Kritik zuletzt. So wurde jüngst beispielsweise der Lenscheid (L 687) zwischen Finnentrop-Rönkhausen und Sundern-Wildewiese in der Saison für Bergauf-Fahrten mit dem Motorrad an Wochenenden und Feiertagen gesperrt. Und auch auf der Kohlbergstrecke gibt es in Neuenrade und Altena-Dahle bekanntlich viele kritische Stimmen, die sich über Raser und laute Motorengeräusche beschweren (wir berichteten). Diese kann Keul sogar verstehen. „Es gibt immer schwarze Schafe, aber die großer Motorradfamilie an sich ist friedlich, und man sollte sie leben lassen und nicht einschränken.“ Genau deshalb soll in der Motorrad-Hochburg Sauerland jetzt Werbung in eigener Sache gemacht werden

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