Gespräch im März

Ärger um Steinbrucherweiterung: Jetzt soll es ein Mediator richten

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In Sachen Steinbrucherweiterung soll nun ein Mediator zwischen den Konfliktparteien vermitteln.

Eisborn – In der Auseinandersetzung um die geplante 86-Hektar-Steinbrucherweiterung im Bereich Asbeck soll ein Mediator die verhärteten Fronten zwischen der Lhoist-Unternehmensgruppe und der Bürgerinitiative gegen die Steinbrucherweiterung Eisborn/Asbeck (BGS) aufbrechen.

Nachdem sich Dr. Zacharias Grote, Leiter des Lhoist-Werks im Hönnetal,im Januar im Gespräch mit der Redaktion für die Fortsetzung des Dialogs mit den Eisbornern an einem Runden Tisch aussprach, darf nun ein Experte ran. „Wir haben erste Gespräche mit dem uns empfohlenen Unternehmen adribo geführt“, sagte Lhoist-Sprecher Christian Zöller auf Anfrage. „Es wird demnächst ein Gespräch mit den Anliegern stattfinden.“ Termin ist der 11. März. Als Mediator wird Dr. Piet Sellke tätig werden, laut Internetseite von adribo ein „Experte für Organisationsentwicklung, Konfliktlösung und Dialogmanagement“. 

„Wir lassen alles auf uns wirken“, sagte Jens Timmermann, Sprecher des Eisborner Vereinforums, auf Anfrage. „Unsere Anliegen stellen wir nach der Diskussion mit der CDU Anfang Januar in einer überarbeiteten Präsentation vor.“ 15 Mitglieder des Vereinsforums werden bei diesem Gespräch, das hinter verschlossenen Türen stattfinden wird, dabei sein. „Erwartungen gibt es keine“, so Timmermann. Vielmehr gelte es, zunächst den Verlauf abzuwarten. „Ich hätte mich mehr über eine direkte und persönliche Ansprache von Lhoist in dieser Sache gefreut – von dieser Einladung fühle ich mich überrumpelt“, kritisiert Timmermann. 

Weiterhin gegen die Erweiterung 

Nach wie vor ist er gegen eine Erweiterung des Steinbruchbetriebs und allen damit einhergehenden Beeinträchtigungen wie Staub, Lärm und Aufschüttung einer bis zu 400 Meter hohen Halde mit dem nicht verwendungsfähigen Material, das beim Kalkabbau übrig bleibt. 

„Aktuell sind bei uns im Dorf weiterhin die Sprengungen Thema“, erzählte Timmermann. „Wir erwarten von Lhoist Lösungen gegen den durch die Sprengungen aufsteigenden Staub.“ So sollen auch Sprengmaßnahmen während des Austausches im März auf den Tisch kommen. „Uns wurde gesagt, es würden Meinungen der Akteure gesammelt.“ Der eigentliche Runde Tisch solle dann im April stattfinden. 

Die Bürgerinitiative ließ eine Anfrage zum Einsatz eines Mediators durch Lhoist zunächst unbeantwortet.

Das Unternehmen möchte den Steinbruch ab 2023 um 86 Hektar Richtung Asbeck erweitern, um den Standort für weitere 30 Jahre zu sichern. Erforderlich ist die Erweiterung aus Sicht von Lhoist, um den aktuellen Qualitätsstandard des abgebauten Kalks weiterhin halten zu können. Denn der Kalkstein, der in Richtung Beil nach Eisborn auf den Abbau wartet, ist laut Werkschef Dr. Zacharias Grote nicht von so guter Qualität, dass er alleine verwertet werden könnte. Deshalb soll er mit dem hochwertigeren Kalk aus den anderen Abbaubereichen des Steinbruchs vermischt werden. Die Lhoist-Gruppe ist der weltgrößte Hersteller von Kalk- und Dolomiterzeugnissen.

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