Abschied vom Pastoralverbund: Jürgen Bischoff verlässt Garbeck

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Sieben Jahre verbrachte Jürgen Bischoff in Garbeck, nun möchte er näher an seiner Heimat wohnen.

Garbeck - Von ihrem Pastor Jürgen Bischoff müssen die Garbecker demnächst Abschied nehmen, denn dieser hat sich auf eine Stelle in den Norden des Kreises Höxter beworben.

„Es gibt aber noch kein Zeitfenster“, betont er im Gespräch mit unserer Zeitung. „Zur Zeit laufen die Verhandlungen über die Renovierung der Unterkunft.“ So sei es möglich, dass sein 50. Geburtstag im August noch in Garbeck gefeiert werden kann.

Sieben Jahre hat der Geistliche, der vorher in Nordborchen (Paderborn) als Pastor tätig war, in Garbeck verbracht und zugleich als Teil der Hauptamtlichen vom Pastoralverbund Balve-Hönnetal die gesamte Region kennengelernt. „Der Sauerländer ist bodenständig, feierfreudig, traditionsgefestigt, aufgeschlossen und offen“, beschreibt er den Menschenschlag, der genau nach seinem Geschmack ist. Schnell hat sich Jürgen Bischoff als Sänger im MGV „Amicitia“ und als Schützenbruder in Garbeck etabliert. Beliebt war er auch in Ämtern als Präses in diesen und anderen Orten. „Schade, dass er geht“, war unter dem Maibaum in Garbeck und auch in Küntrop zu hören.

Doch Pastor Bischoff wollte näher an seiner Heimat sein. „Zu meinen Eltern sind es jetzt 300 Kilometer“, betont er die aktuell große Entfernung. Die neue Priesterstelle sorgt dafür, dass es dann nur noch 25 Kilometer sind. Er ist dann ein Pastor für den aus 15 Pfarreien neu strukturierten Pastoralverbund: „Auch Marienmünster, wo Pastor Stefan Siebert war, gehört dazu.“ Jürgen Bischoff wird einer von drei dafür zuständigen Geistlichen sein. „Die Initiative ging von mir aus“, wies er darauf hin, dass er die Chance genutzt hat, sich als Nachfolger eines verstorbenen Geistlichen zu bewerben. „Ich habe mich als Pastor im Pastoralverbund beworben“, betonte er. „Nicht als dessen Leiter.“

Für ihn stand aber von Beginn an außer Frage, dass er nicht bis zur Pensionierung in Garbeck bleiben werde: „Mit 49 oder 50 Jahren kann noch ein Wechsel und damit etwas Neues vollzogen werden.“ Damit macht er es wie Werner Spancken und Stefan Siebert, die ebenfalls im Raum Balve eine Zeit in ihrer Laufbahn als Priester verbrachten. Beide sind inzwischen Pfarrer und haben damit Leitungsfunktionen übernommen: Werner Spancken in Bestwig, Stefan Siebert in Sundern.

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