Abschied vom Malkreis Safran

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Regina Schlotmann und Truus Vogelar-Schlotmann vor den leeren Stellwänden. Die Bilder sind bereits verschwunden.

Balve - Zehn Jahre lang hat der Malkreis Safran das künstlerische Leben im Stadtgebiet durch seine Ausstellungen bereichert. Das ist jetzt vorbei.

Regina Schlotmann, Truus Vogelar-Schlotmann, Anneliese Schmitz, Ingeborg Mainz, Claudia Mühling, Anna Schwabe und Hiltraud Severin gehörten dazu, eine gewisse Zeit auch Betonkünstler Gerd Jörgens. „Wir sind jetzt nicht mehr so aktiv“, erklärte Regina Schlotmann, warum es in der letzten Zeit so ruhig um die Künstlergemeinschaft geworden sei. „Der Malkreis Safran veranstaltet keine eigenen Ausstellungen mehr“, ergänzt Schlotmann.

Ob im Lohgerberhaus, im Rathaus oder zuletzt im Gesundheitscampus – der Malkreis wusste durch die Vielfalt der Bilder, die figurativ oder abstrakt auf Leinwand in Öl, Acryl oder Mischtechniken entstanden sind, immer ein interessiertes Publikum zu begeistern. Und so manche Werke haben auch ihre Käufer gefunden.

Doch im vergangenen Jahr hätten die Malerinnen gemerkt, so Regina Schlotmann, dass es aus Zeitgründen nicht mehr möglich sei, größere Veranstaltungen zu planen. „Den Abschluss haben wir im September bei einem Malkursus in Dagebüll gefeiert.“ Und das war es dann mit den öffentlichen Auftritten.

Alle Bilder, die noch im Gesundheitscampus gelagert waren, sind bereits abgeholt worden, auch die Fächer in der dreiteiligen Stellwand sind leer.

Aktiv werden die „Safraner“ nicht mehr in der Gemeinschaft, sondern nur noch einzeln. Der Kontakt solle aber durch gelegentliche Treffen erhalten bleiben. Gänzlich möchten die Aktiven aber nicht aus dem Bewusstsein der Bevölkerung verschwinden, wie Regina Schlotmann durchblicken lässt: „Wenn wir zu besonderen Anlässen eingeladen würden, wären wir dabei.“

Ein solcher Anlass war die Verabschiedung von Roswitha Schubert in den Ruhestand mit einem Bücherschrank und einem Stuhl. Beide Kunstwerke sind nach wie vor im Erdgeschoss des Rathauses zu sehen.

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