Abschied von Küster Reinhold Menke

Reinhold Menke und seine Frau Margarete wurden am Sonntag offiziell verabschiedet.

BALVE ▪ Niemals geht er so ganz – Reinhold Menke wurde am Sonntag nach dem Hochamt offiziell aus seinem Amt als Küster verabschiedet. Der 75-Jährige zog nach 16 Jahren den Schlussstrich unter dieses Ehrenamt und verabschiedete sich im Rahmen einer Feierstunde im Marienheim von seinen Weggefährten.

Pfarrer Andreas Schulte erweiterte den Ehrentitel: „Generalküster“ um den Zusatz: „a.A.“: auf Abruf. Menke sei allgegenwärtig gewesen: „Er sorgte für einen reibungslosen Ablauf mit der Technik und der Liturgie bei Gottesdiensten, Fest- und Feiertagen.“ Zu seinem Verständnis gehörte es, alle Aufgaben vor Ort zu lösen. Schulte: „Es war für mich eine neue Erfahrung, dass eine Sakristei einen Schreibtisch haben kann.“

Unterstützung erfuhr der Küster dabei von seiner Ehefrau Margarate, die sich um Altarwäsche, Blumenschmuck und Sakristei kümmerte. Einblick in das Küsterleben erhielt Reinhold Menke von seinen Eltern Hubert und Antonia, die von 1951 bis in die 70-er Jahre tätig waren. Sein Amt trat er am 1. Mai 1996 an, und erhielt dafür von Pfarrer Schulte folgendes Zeugnis: „Sie sind ein Vorbild für Frauen und Männer, die sich ehrenamtlich in der Gemeinde engagierten.“ Die durch seinen Abschied entstehende Lücke sei schwer zu schließen. Er und seine Frau waren eine „großartige Hilfe, ein unschlagbares Paar.“

Doch so ganz ohne Kirche kann Reinhold Menke nicht sein: Die Pius-Kapelle bleibt ihm als Tätigkeitsfeld erhalten. „Und wenn es in St. Blasius brennt, dann bin ich gerne bereit, auszuhelfen,“ betonte er.

Zurzeit sind in der St. Blasius-Kirche in Balve noch zwei weitere Küster beschäftigt. Pfarrer Andreas Schulte betonte allerdings auf Nachfrage, dass man noch keinen Nachfolger für Menke gefunden habe.

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