Abriss ist bereits beauftragt

Raser, die die Bundesstraße, welche durchs Dorf führt, unsicher machten, waren ein Thema beim Runden Tisch in Volkringhausen – der Abschlussveranstaltung dieser Reihe. - Foto: Kolossa

VOLKRINGHAUSEN - Die Bauruine Haus Schulte und deren weitere Nutzung stand jetzt ganz oben auf der Tagesordnung vom Runden Tisch. Tatsächlich soll sie nach dem Schützenfest abgerissen werden.

Nach wie vor sucht die Immobilienmaklerin Heike Guth-Mindhoff im Auftrag eines Fertighausherstellers weitere Interessenten, die auf dem mehr als 3000 Quadratmeter großen Gelände ein Haus bauen lassen wollen. Damit erübrigte sich eine weitere Diskussion der 35 Teilnehmer des Runden Tisches.

Bürgermeister Hubertus Mühling sagte: „Der Auftrag für den Abriss ist bereits vergeben.“ Zur Zeit sei der Eigentümer noch damit beschäftigt, Holz für den eigenen Verwendungszweck beiseite zu schaffen. Aber: Bis Ende der Sommerferien sei das Haus Schulte dann Geschichte, so das Stadtoberhaupt. Erhalten bleiben wohl nur die Linden und Eschen am Straßenrand.

Horst Schönweitz vom Planungsbüro Pesch und Partner, mit der Durchführung des Dorfentwicklungskonzepts beauftragt, schnitt einen neuen Punkt an, der beim Bürgerforum ganz oben stand: die Dorfmitte. Eine sichtbarere Hönne, möglichst renaturiert, auf der einen Seite, einen neu gestalteten Park auf der anderen Seite, so könnte die Fläche an Aufenthaltsqualität gewinnen.

Nichts zu gewinnen gibt es für die Dorfgemeinschaft, will sie die alte Schule als Begegnungszentrum erhalten. Hubertus Mühling wies auf die Substanz des Gebäudes hin, in das von Seiten der Stadt nur das Nötigste investiert werde.

Seine Meinung zum Umbau zu barrierefreien Wohneinheiten: „Das wird angesichts der Kosten ein Wunschtraum bleiben.“ Investoren würden ihr Geld bevorzugt in Balve anlegen. Schönweitz: „Dieses Haus überfordert das Dorf, denn Sanierung oder Umbau sind zu teuer.“ Außerdem stünde mit der Schützenhalle ein repräsentativer Treffpunkt für Vereinsproben und Feiern bereit, der sehr gut genutzt würde.

Raser seien auf der Bundesstraße, die durch das Dorf führt, an der Tagesordnung. Gerne soll ein ständiger Starenkasten aufgestellt werden, so die Meinung der Dorfbewohner. Darüber will Mühling mit Polizei und dem Kreis sprechen, anderen Ideen musste er aber eine Absage erteilen: „Weder eine Querungsinsel noch ein Zebrastreifen ist möglich.“ Mehr als die Ampel sei nicht drin.

Mit dem Rad werde die Fahrt nach Binolen bald leichter, denn geplant sei der Ausbau des jetzigen Wanderweges entlang der Schützenhalle. Ausgebaut werde ab Montag der schon vorhandene Radweg nach Beckum.

Die zweistündige Veranstaltung war die letzte von sieben sogenannten Runden Tischen. Im Anschluss an die Bürgerforen wurden für die Stadt und ihre Ortsteile damit bestimmte aus den Foren resultierende Themenschwerpunkte vertieft. Jetzt werden die Ergebnisse ausgewertet und im Herbst auf weiteren drei Bürgerforen vorgestellt.

Von Julius Kolossa

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