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A46 zwischen Hemer und Menden: Pläne werden konkreter

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Ein Schild weist daraufhin, dass es auf der Autobahn eine Baustelle gibt. Nicht mehr, nicht weniger.
Die Planungen zum Lückenschluss der Autobahn 46 zwischen Hemer und Menden und Weiterbau der Bundesstraße 7 bis Neheim sollen im kommenden Jahr forciert werden. © Jan Woitas / dpa

Die Planungen zum Projekt 46sieben (Lückenschluss der Autobahn 46 zwischen Hemer und Menden und Weiterbau der Bundesstraße 7 bis Neheim) sollen im nächsten Jahr konkreter werden. Das teilte der Landesbetrieb Straßen.NRW einen Tag vor Weihnachten mit.

Eisborn - Denn in diesem Monat wurde an das Kölner Unternehmen Bung Ingenieure der Auftrag für die Straßenplanung in der Linienfindung vergeben. Auf Balver Stadtgebiet besonders davon betroffen ist Eisborn, denn eine mögliche Trasse verläuft in unmittelbarer Nähe zur Ortsgrenze.

Bereits im Frühjahr soll laut Straßen.NRW-Mitteilung das sogenannte Dialogforum im Rahmen einer Planungswerkstatt erste Vorschläge für mögliche Trassenführungen erarbeiten. Im Dialogforum treffen sich Vertreter von Straßen.NRW und der Autobahn GmbH mit Offiziellen und Bürgern aus den von den Planungen betroffenen Kommunen Balve, Hemer, Iserlohn, Menden, Wickede, Ense, Arnsberg und Fröndenberg.

„Dann wird es interessant“, sagt 46sieben-Projektleiter Christoph Kindel und meint damit die neue Phase, in die das Projekt 2022 eintritt. Das beauftragte Ingenieurbüro soll im Rahmen der Linienfindung die Straßenplanung erarbeiten und erste Untersuchungen zu Luftschadstoffen und zur Lärmentwicklung durchführen.

Das Gutachten zur Umweltverträglichkeitsstudie wird derzeit von der Kölner Niederlassung von AFRY, einem Unternehmen für Ingenieurs- und Beratungsdienstleistungen, erstellt. AFRY hat laut Straßen.NRW bereits in einem Abschnitt des Untersuchungsraumes der 46sieben, der eben bis heran an Eisborn reicht, faunistische Kartierungen durchgeführt.

Lückenschluss der A46: Widerstand von Bürgern und Umweltschützern

Die Bung-Ingenieure sollen bereits zur Planungswerkstatt im Frühjahr in die Arbeit mit dem Forum einbezogen werden. In dieser – voraussichtlich mehrtägigen – Veranstaltung werden erste Vorschläge für mögliche Trassenkorridore für die vierspurige Autobahn 46 und die dreispurige B 7 erarbeitet.

Experten von Straßen.NRW sollen diese Vorschläge anschließend visualisieren. Dabei soll neben Lage und Höhe auch deutlich werden, welche Eingriffe in den Landschaftsraum erforderlich werden. Falls es die Pandemie-Lage zulässt, sollen zudem Bürgersprechstunden in den Kommunen vor Ort stattfinden.

Während Politik und Wirtschaft mehrheitlich für das Lückenschluss-Projekt sind, gibt es auch Widerstand aus der Bürgerschaft sowie von Natur- und Umweltschützern. Unter anderem die Initiative gegen der Weiterbau der Autobahn 46 (GigA46) möchte das Projekt verhindern.

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