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A46-Lückenschluss und Steinbruch-Erweiterung: SPD-Politikerin will sich nicht festlegen

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Von: Julius Kolossa

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Die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Lugk absolvierte in dieser Woche ihren Antrittsbesuch in Balve bei Bürgermeister Hubertus Mühling.
Die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Lugk absolvierte in dieser Woche ihren Antrittsbesuch in Balve bei Bürgermeister Hubertus Mühling. © Kolossa, Julius

Bei ihrem Antrittsbesuch in dieser Woche in Balve vermied die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Lugk ein klares Statement zu den zwei Themen, die viele Balver bewegen: A46-Lückenschluss und Erweiterung des Lhoist-Steinbruchs im Hönnetal.

„Es ist für mich noch zu früh für ein Ja oder ein Nein“, sagte Lugk auf Nachfrage der Redaktion zu beiden Themen.

Die Sozialdemokratin sitzt als Nachfolgerin von Dagmar Freitag im Bundestag. Zwar holte CDU-Bundesgeneralsekretär Paul Ziemiak bei der Bundestagswahl im September das Direktmandat im heimischen Wahlkreis MK II, aber Lugk schaffte über die Landesliste der SPD ebenfalls den Sprung nach Berlin. Nun tourt sie durch die Kommunen, um sich vorzustellen.

Bürgermeister froh über zwei Ansprechpartner

„Es ist gut, dass wir Balver zwei Ansprechpartner in Berlin haben“, sagte Bürgermeister Hubertus Mühling (CDU) beim Pressegespräch.

Was den möglichen Weiterbau der A46 von Hemer nach Menden und die geplante Steinbruch-Erweiterung angeht, gab sich Lugk sehr zurückhaltend. Sie betonte, zunächst grundsätzliche Überlegungen über den Lückenschluss anstellen zu wollen. „Es darf nicht zu Extrembelastungen einer Kommune kommen, vielmehr muss die Verkehrssituation gemeinsam mit Menden, Hemer, Balve und Iserlohn betrachtet werden.“ Dass inzwischen bereits rund 50 Jahre für die bisherigen Planungen vergangen sind, nahm sie zur Kenntnis. „Fakt ist, wir brauchen eine Entlastung der Verkehrsströme. Dafür müssen wir mit den Kommunen nach anderen Lösungen und Ausweichrouten suchen“, sagte sie lediglich.

„Kontroverse Diskussion“ erlebt

Die Steinbrucherweiterung im Hönnetal hat Bettina Lugk während ihres Wahlkampfes als „kontroverse Diskussion“ erlebt. Allerdings hätte die Corona-Pandemie bisher ein Gespräch mit dem Unternehmen Lhoist und den betroffenen Anwohnern verhindert. „Wie soll ein Interessenausgleich aussehen?“, will sie demnächst versuchen, Antworten mit allen Beteiligten zu finden. „Es müssen wirtschaftliche Interessen berücksichtigt werden, aber auch die Auswirkungen auf die Umwelt.“

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