99-Fire-Award: Balver nominiert für Kurzfilmpreis

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Ein Ausschnitt aus dem Kurzfilm „Blow“ mit den Schauspielern Angelo Fabio und Laura Piekenäcker

Balve - Die beiden Balver Medienschaffenden Markus Baumeister und Daniel Pütz sind nominiert für den weltweit größten Kurzfilmpreis. Der Publikumspreis 99-Fire-Award wird alljährlich im Februar im Vorfeld der Berlinale vergeben.

Bei diesem Kurzfilmwettbewerb arbeiten die teilnehmenden Filmemacher gegen die Uhr: Von der Themenvergabe bis zur Abgabe geben die Veranstalter exakt 99 Stunden Zeit um einen 99 sekündigen Kurzfilm zu produzieren. 

„Das bedeutet eine Idee zu entwickeln, ein Drehbuch zu schreiben, Schauspieler zu casten, einen Drehort zu finden, den Dreh durchzuführen und in der Postproduktion alles mit eigens komponierter Musik und Sounddesign zusammenzuschneiden“, erzählt Daniel Pütz. 

Das diesjährige Thema war – angelehnt an den Hauptsponsor des Awards –„Ich liebe es“. Den ersten Tag brauchten Baumeister und Pütz komplett für die Ideenentwicklung. „Da geht es in der Regel heiß her, wir diskutieren immer sehr lange und leidenschaftlich, bis wir eine gemeinsam Vorstellung von unserem Projekt haben“, sagt Daniel Pütz. 

Bombe war zunächst noch ein Zug

Die Bombe, die im Film „Blow“ das Leben der beiden Hauptdarsteller bedroht, war zunächst noch ein Zug, der aber nach Besichtigung der hiesigen Bahnhöfe wegen der schlechten Wetterverhältnisse verworfen wurde. Nachdem dann das grobe Buch so weit stand und verschriftlicht war, mussten übers Internet Schauspieler gecastet und ein Setting aufgebaut werden. 

Das Casting erwies sich zunächst als schwierig. Denn beim Wettbewerb gab es 3121 Einreichungen, die alle zeitgleich produziert wurden. „Dadurch sind an diesem Wochenende viele Schauspieler bereits bei anderen Projekten aktiv. Letztlich ließen sich aber mit Angelo Fabio aus Wuppertal und Laura Piekenäcker aus Mülheim zwei erstklassige Hauptdarsteller verpflichten. Der markige Bösewicht des Films wurde mit Dirk Herberg kurzerhand aus dem Freundeskreis rekrutiert“, sagt Pütz, der am Set für Ton und Requisite verantwortlich war. Baumeister kümmerte sich um Kamera und Regie. 

Letzter Schliff erfolgt am Computer

Nachdem abends an Tag drei der Dreh geschafft war, ging es an den Schnitt. Per Computertrick musste noch die Zeitbombe zum Ticken gebracht werden, außerdem galt es den Sound zu gestalten und die Musik auf den Schnitt anzupassen. 

Nach den anstrengenden Tagen zieht Markus Baumeister ein positives Fazit: „Das Tolle ist der zeitliche Druck, unter dem man steht. Man muss liefern, um dabei zu sein. Viele Ideen würden ansonsten gar nicht gedreht.“ 

Und die Mühe hat sich gelohnt. Nach einer Woche des Wartens hat die Jury die 99 besten Filme unter den mehr als 3000 Einreichungen gekührt. „Blow“ ist dabei und damit für den Preis „Bester Film“, der mit 9999 Euro dotiert ist, nominiert. Außerdem gibt es noch die Preise „Beste Kamera“, „Beste Idee“, „Special Preis“ und „Publikumspreis“, die jeweils mit 999 Euro dotiert sind. 

Am  Mittwoch, 21. Februar, heißt es für Pütz und Baumeister: „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“. Denn je zwei Vertreter der 99 bestplatzierten Filmteams sind zur „99-Fire“-Preisverleihung in die Hauptstadt eingeladen. 

„Ob wir gewinnen ist zweitrangig, dabei zu sein ist schon ein Riesenerfolg“, gibt sich Pütz bescheiden. 

Die Online-Abstimmung über den „99-Fire“-Publikumspreis läuft noch bis kommenden Montag, 19. Februar. Eine Teilnahme ist möglich unter www.99fire-films.de. Der Film mit den meisten Likes gewinnt den Publikumspreis.

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