Bergdorf-Fest im Wandel der Zeit

Ein Netz wurde symbolisch über alle Gottesdienstbesucher gespannt, damit die Eisborner ihr funktionierendes Netzwerk erhalten mögen.

EISBORN - Ein mittelalterliches Spektakulum wurde am Sonntag in Eisborn geboten: „775 Jahre im Wandel der Zeit“ hieß das Motto des Bergdorf-Festes.

Eröffnet wurde das Jubiläums-Fest derweil schon am Samstag mit einem ökumenischen Gottesdienst, an dem nicht nur Dorfbewohner, sondern auch auswärtige Gäste teilnahmen.

In diesem Rahmen wurde unter der Leitung von Vikar Wilhelm Grothe und Pfarrer Christian Weber ein Netz über die Gottesdienstbesucher gespannt. Kinder warfen dazu fünf verschiedene farbige Wollknäuel in die Menge; jeder Fänger warf das Knäuel weiter. So entstand symbolisch das Netz, welches zwischen den Eisbornern während der Vorbereitungen zu ihrem Dorffest entstanden war, und das auch zukünftig halten soll. Dazu meinte Landrat Thomas Gemke: „Zehn gute Freunde sind besser als 1000 bei Facebook.“

Bürgmeister Mühling betonte, dass das Jubiläum dazu beitrage, das Dorf aus seiner Lage in der Peripherie von Balve nun ins Rampenlicht zu rücken: „Mit großer Akribie fanden die Vorbereitungen statt“, lobte er.

Zu zahlreichen Bildern geht es hier.

Marie-Theres Schulte vom Dorfverein freute sich auch über die Geldspenden beider Politiker. Nicht viele Worte machte Ortsvorsteher Martin Danne – er dankte allen Helfern und stellte fest: „Wir sind eine Dorfgemeinschaft, wir halten zusammen.“

Für alle fand dann die Uraufführung des Historienspiels statt, in welchem Heinrich aus Binolen mit seiner Frau Marie als Herrscher von Eisborn im Jahr 1238 die Intrigen des „schwarzen Bennos“ verhinderte.

„Die Macht des Schicksals“, so der Titel, wurde im Laufe des Wochenendes noch zwei Mal aufgeführt, und dies jeweils vor mehreren hundert Zuschauern.

Die zwei Aufführungen vom Musical „Die sieben Jungfrauen vom Hönnetal“ wollten so viele sehen, dass es eng wurde in der voll besetzten Schützenhalle.

Es war ein Jubiläumsfest im Wandel der Witterung, doch wer den Weg dorthin nicht scheute, der wurde mit einem Programm für die ganze Familie belohnt: Eine große Spielwiese für die Kinder, eine Kartbahn, Lkw- und Trecker-Parade, ein Marktplatz und ein Ritterlager ließen keine Unterhaltungswünsche offen.

Mehr lesen Sie in der Montagsausgabe des Süderländer Volksfreundes.

Von Julius Kolossa

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