Für 600.000 Euro: Das wird aus Haus Mines

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Bürgermeister Hubertus Mühling und Ordnungsamtsleiter Marcus Kauke (rechts) stellten am Dienstag die Umbaupläne vor.

Balve - Für viel Geld soll aus dem derzeit doch ziemlich heruntergekommenen Haus Mines am Drostenplatz eine Vereins- und Begegnungsstätte werden und auch das Standesamt in dem Gebäude seine neue Heimat finden.

Bis spätestens zum Weihnachtsmarkt 2020 sollen die umfangreichen Arbeiten abgeschlossen sein. 

Das Haus das einst von den Familien Betten und Mines bewohnt wurde, stand in den vergangenen Jahren leer. Der Stadtrat hatte vor einem Jahr für den Kauf seine einstimmige Zustimmung gegeben. Wichtig war dabei die Lage „im Kern von Balve“, erinnerte Bürgermeister Hubertus Mühling am Dienstag, als er bei einem Ortstermin gemeinsam mit Ordnungsamtsleiter Marcus Kauke die Umbaupläne vorstellte. 

Keine Angaben zum Kaufpreis

Über den Kaufpreis des Hauses mit 120 Quadratmetern Grundfläche wurden keine Angaben gemacht – allerdings lassen die veranschlagten Gesamtkosten für Kauf, Planung und Umbau in Höhe von 600 000 Euro aufhorchen. „Alles durchfinanziert“, beruhigte das Stadtoberhaupt allerdings sogleich. 

Immerhin werden 70 Prozent der Kosten vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung getragen. Und auch darauf weist Mühling hin: „Wir haben uns bereits 2015 mit dem Innenstadthandlungskonzept auf den Weg gemacht.“ In Abstimmung mit der Bezirksregierung erhalte Balve drei Millionen Euro aus dem Förderprogramm für kleine Städte und Gemeinden, die bis 2022 ausgegeben werden müssen. Der 30-prozentige Eigenanteil für das Gebäude Am Drostenplatz 3 sei im laufenden Haushalt eingestellt. 

Denkmalschutzbehörde mit im Boot

Bewilligt sei jetzt die Förderung für die Neugestaltung, deren Planung zusammen mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe als Denkmalschutzbehörde erfolgt. Nach den Ferien soll mit dem Ausräumen der Möbeln begonnen werden, danach die Dacharbeiten erfolgen. 

Im weiteren Verlauf werde das Haus kernsaniert, weise es doch Feuchtigkeitsschäden sowie Schäden am Fachwerk auf. Das 1830 erbaute Haus, das 1984 in die Denkmalliste der Stadt eingetragen wurde, sei durch seine Bauart und seine Lage zum Drostenhaus- und -platz bedeutsam. Gerne hätte die Stadt auch Drostenhaus und Markant-Markt in ihr Eigentum übernommen, doch sei dies an den Preisvorstellungen des Eigentümers gescheitert, blickte Mühling zurück. So gehört das Drostenhaus nun Matthias Caminady (wir berichteten). Aber auch bei diesem sieht der Bürgermeister dieses historisch bedeutsame Haus „in guten Händen“. 

Multifunktionaler Trausaal

So soll es auch mit Haus Mines sein. Multifunktional wird der 60 Quadratmeter große Trausaal als Herzstück gestaltet. In diesem sind anschließend auch Lesungen oder Versammlungen von Vereinen ohne eigenes Vereinsheim wie Heimwacht oder Gesundheitscampus-Förderverein möglich. 

Um diese Planung realisieren zu können, muss die Zwischendecke teilweise entfernt werden. Zudem entstehen so im Obergeschoss eine Empore und zwei Büroräume. Eines davon wird der Arbeitsplatz für die Standesbeamtin, das zweite kann als Besprechungszimmer genutzt werden. 

Barrierefreies Erdgeschoss

Im Erdgeschoss wird alles barrierefrei gestaltet, so auch der Zugang zum Innenhof. Spätestens bis zum Weihnachtsmarkt im „Balver Heimatjahr“ 2020 sollen alle Arbeiten beendet sein. Ein Tag der offenen Baustelle ist für das Stadtfest am zweiten Wochenende im September 2020 in Planung.

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