46-Jähriger greift Frühstück im Hotel Haus Drei Könige ab

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Balve - Ohne Portemonnaie, Ausweispapiere und Bargeld ging ein 46-Jähriger Mann vergangene Woche gegen 9 Uhr morgens in das Hotel Haus Drei Könige in Balve, um dort ein Frühstück einzunehmen.

Als er das Frühstück bezahlen sollte, machte er den Angestellten vor Ort schnell deutlich, dass er das nicht könne – wie sich später herausstellte nicht das erste Mal, dass er wegen eines solchen Deliktes auffiel.

„Er schlug wohl vor, das Geld zu einem späteren Zeitpunkt vorbei zu bringen – da er aber auch keine Ausweispapiere dabei hatte, war das nicht möglich“, erklärte Polizei-Hauptkommissar Franz-Josef Griese. Er wurde kurz darauf wegen Zechbetruges zu dem Einsatz gerufen: „Das ist in einem solchen Fall gängig.“ 

Kein Grund zur Eile

Als der Hauptkommissar im Haus Drei Könige ankam, habe der 46-Jährige noch immer am Tisch gesessen „und verzehrte in Ruhe seinen Kaffee“. Trotz, dass er für das Frühstück nicht aufkommen konnte, habe er nicht den Eindruck gemacht, es beenden zu wollen. 

Da der Mann nicht in Besitz von Ausweispapieren war und laut eigener Angabe auch keinen festen Wohnsitz habe – jedenfalls nicht in Balve – habe der Hauptkommissar seine Personalien nur mündlich aufnehmen können. „Das kann telefonisch nur bedingt überprüft werden“, sagte Griese. 

Mann fiel bereits mehrfach auf

Dabei stellte sich heraus, dass der 46-Jährige nicht zum ersten Mal wegen eines solchen Betruges auffiel. Um seine Identität zweifelsfrei feststellen zu können, wurde er von zwei Beamten mit auf die Mendener Polizeiwache genommen. 

Zu einer Festnahme kam es jedoch nicht: Die Staatsanwaltschaft habe wegen des geringen Streitwerts von knapp zwölf Euro keinen Grund für eine Inhaftierung gesehen. Nun laufe gegen den Mann eine Strafanzeige wegen Betruges

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