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Einbruch in die Reckenhöhle: Prozess wegen abgebrochenem Stalagmiten

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Von: Jana Peuckert

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In der Reckenhöhle wurden im Februar ein Tropfstein zerstört.
In der Reckenhöhle wurden im Februar ein Tropfstein zerstört. © Kolossa, Julius

Einen eher ungewöhnlichen Tatort für einen Hausfriedensbruch soll sich ein 35 Jahre alter Mann aus Polen ausgesucht haben. Am 22. Februar soll er die abgeschlossene Eingangstür der Reckenhöhle im Hönnetal Balve aufgebrochen und sich dadurch Zutritt zum Inneren verschafft haben.

Balve - In der Höhle soll er dann einen Stalagmiten abgebrochen haben. Dabei soll ein Schaden von 500 Euro entstanden sein. Durch das ihm vorgeworfene Verhalten soll sich der Mann wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung strafbar gemacht haben. Dafür sollte er sich in dieser Woche im Amtsgericht Menden verantworten. Der Angeklagte erschien trotz langer Wegstrecke pünktlich zum Termin.

Verhandelt werden konnte an dem Tag allerdings nicht. Denn: Der Richter musste feststellen, dass die Dolmetscherin für die polnische Sprache erkrankt war. Zunächst versuchte der Richter, ohne Übersetzer auszukommen. Nach Aufnahme der Personalien war allerdings schon wieder Schluss. Beim Verlesen der Anklageschrift hatte der Angeklagte Probleme, der Verhandlung zu folgen.

Um einen fairen Prozess zu gewährleisten, sei es notwendig, so der Vorsitzende, dass der Mann auf der Anklagebank alles gut versteht. Und so endete der Sitzungstermin ohne Ergebnis.

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