3000 Menschen gehen für St. Marien auf die Straße

Auf Platz und Straße vor dem Krankenhaus zeigten sich die Menschen solidarisch.

BALVE ▪ „Es ist zwölf Uhr, aber es ist noch nicht zu spät“, stellte Thomas Wülle, Geschäftsführer der Katholischen Hospitalvereinigung im Märkischen Kreis, vor wenigen Stunden die Situation für das St. Marien-Hospital dar.

Dafür gingen Balver, Neuenrader, Sunderaner und Werdohler auf die Straße. 2500 Menschen wurden von der St. Sebastian-Schützenbruderschaft als Aurichter der Demonstration gezählt; mehr als 200 warteten schon am Krankenhaus. Mit Transparenten, Plakaten, Aufklebern, Tröten und Trillerpfeifen zeigten sie Flagge für ihr Krankenhaus. Auch die Glocken der St. Blasius-Kirche läuteten zu diesem Anlass.

Hubertus Mühling dankte in seiner Funktion als Vorsitzender des Fördervereins für die überwältigende Resonanz und forderte: „Wir müssen uns nicht nur heute bei der Demo, sondern immer und ständig solidarisch mit unserem Krankenhaus zeigen.“

Ein kleines Haus könne nur überleben, wenn es genügend Patienten habe. „Lasst den Worten Taten folgen“, schloss er seine kurze Ansprache, die immer wieder von lauter Zustimmung unterbrochen wurde.

Mit sechs Beamten war die Polizei vor Ort, um den Verlauf zum Krankenhaus und schließlich zur Aula des Schulzentrums zu sichern. Dort wies Thomas Wülle auf die „politisch gewollten“ Probleme hin, die in zwei bis drei Jahren zu einer Verschärfung des Wettbewerbs und damit einhergenden Schließungen von Krankenhäusern führen werde.

Balve als kleinstes Haus im Kreis und der Umgebung hätte eine gute Ausstattung und gute Mitarbeiter. Nur mehr Patienten würden den Bestand des Haues sichern.

Dies stellten auch Dr. Ludger Schulte, Vertreter der Inernisten, Dr. Gregor Schmitz, Vertreter der niedergelassenen Ärzte, Dr. Hans-Hellmuth Baumeister, Oberarzt der Chirurgie, Verwaltungsrat Hubertus Mühling und Beiratsmitglied (Förderverein) Konrad Betten in der Podiumsdiskussion vor. Moderator war Dieter Graf Landsberg-Velen. Der Platz in der Aula reichte nicht aus, so dass im Foyer vor Fernsehern der Verlauf verfolgt werden musste.

Es werde Zeit, so Thomas Wülle, dass mit den Füßen für das Krankenhaus abgestimmt werde, denn es läge noch kein Schließungsbeschluss vor.

Julius Kolossa

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