28-jähriger Ennepetaler bei Unfall schwer verletzt

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Die Einsätzekräfte der Feuerwehr und des Rettungshubschraubers benötigten fast eine Stunde, um den schwer verletzten Autofahrer aus seiner misslichen Lage zu befreien.

BALVE ▪ Bei einem Verkehrsunfall auf der Sauerlandstraße ist am Mittwochnachmittag ein 28-jähriger Autofahrer aus Ennepetal schwer verletzt worden. Etwa eine Stunde lang war er in seinem Auto eingeklemmt.

Der Mann war mit seinem grünen Suzuki-Geländewagen gegen 15.40 Uhr stadtauswärts in Richtung Langenholthausen gefahren, als er aus noch ungeklärter Ursache etwa in Hohe des Salzlagers auf die linke Straßenseite geriet. Hier fuhr er auf eine in den Boden abgesenkte Leitplanke, wodurch sein Wagen in die Luft katapultiert wurde. Im freien Flug prallte er dann frontal gegen einen Baum, den er auch entwurzelte. Durch diesen Aufprall wurde sein Fahrzeug herum- und schließlich rückwärts gegen einen weiteren Baum geschleudert. Damit war nun nicht nur das Auto zwischen den Bäumen eingekeilt, auch der Fahrer war in seinem Wagen eingeklemmt. Mit der rechten Hand war er in eine Falte des deformierten Daches geraten.

Hier sehen Sie weitere Fotos von den Rettungsarbeiten:

Verkehrsunfall Balve 12.05.2010

Die ungewöhnliche Position des Unfallwagens bereitete der Freiwilligen Feuerwehr aus Balve und Langenholthausen, die zum Hilfeeinsatz gerufen worden war, zunächst Probleme. So mussten die 17 Einsatzkräfte das Auto zuerst gegen Abrutschen sichern, ehe sie sich um den verletzten Fahrer kümmern konnte. Dem bereiteten die Befreiungsversuche der Helfer jedoch große Schmerzen, bis ihm die Notärztin ein Schmerzmittel verabreicht hatte. Erst dann konnte die Feuerwehr das Autowrack mit hydraulischen Scheren, Zylindern und Spreizern so weit öffnen, dass der Verunglückte mit Hilfe einer Rettungswanne die Straßenböschung hinauf transportiert werden konnte. Dann wurde er zunächst am Unfallort notversorgt, ehe er aufgrund seiner schweren Handverletzung mit dem Lünener Rettungshubschrauber Christoph 8 in eine Spezialklinik geflogen wurde.

Kreislaufproblem als Ursache?

Die Unfallursache gab der Polizei zunächst noch Rätsel auf. Möglicherweise war ein Kreislaufproblem ausschlaggebend. Wie eine Polizeisprecherin mitteilte, soll der Suzuki-Fahrer nach Aussage eines Zeugen nicht wesentlich schneller als 70 Stundenkilometer gefahren sein. Erlaubt ist auf diesem Abschnitt der Bundesstraße Tempo 100. Die B 229 war wegen der langwierigen Rettungs- und Aufräumarbeiten fast zwei Stunden lang in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. ▪ vg

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