Satteldiebstahl: 25.000 Euro Schaden

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Ein Sattel - hier im Symbolbild von der internationalen Pferdesportmesse Hippologica 2013 in Berlin - kosten sehr viel Geld. In Balve wurden 13 Exemplare gestohlen.

Wocklum - Eine böse Überraschung erwartete die Pferdebesitzer, deren Tiere im Stall Albersmeier in der Reitanlage Wocklum eingestellt sind, am Freitagmorgen: In der Nacht hatten sich bisher unbekannte Täter an der Sattelkammer zu schaffen gemacht und 13 Sättel gestohlen.

Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 25.000 Euro. Polizeipressesprecher Dietmar Boronowski glaubt, dass eine organisierte Bande am Werk war. Das Vorhängeschloss an der Sattelkammer sei aufgeknipst worden, auch die Schlösser, mit denen die einzelnen Sattelschränke gesichert waren, seien gewaltsam geöffnet worden.

„In der Nacht darauf wurden nach dem gleichen Schema 13 Sättel in der Reitanlage Hemer-Edelburg gestohlen“, berichtet Boronowski weiter.

Verena Wöste, Pressewartin des Reitvereins Balve, berichtet zudem von einem Einbruch in einen Reitstall in Unna. „Auch auf einer Reitanlage in Hellefeld gab es einen Einbruchsversuch. Die Diebe wurden aber offenbar gestört“, erzählt Wöste.

In Wocklum hätten die Langfinger wahllos sämtliche Sättel mitgenommen. „Sie haben nicht nur hochwertige Sättel mitgenommen, sondern alles eingepackt“, sagt die Pressewartin. Auch das am Sattel befindliche Zubehör wie Gurte, Decken und Steigbügel sei verschwunden. Dagegen hätten die Einbrecher die Zaumzeuge nicht angerührt.

Ob die Versicherung für die gesamten Schäden aufkommt, sei noch nicht geklärt, berichtet Verena Wöste. „Selbst wenn das so sein sollte, kostet die Neubeschaffung viel Zeit. Außerdem bleibt ein ungutes Gefühl, schließlich weiß man nicht, ob die Diebe wiederkommen“, stellt sie fest – und rät allen Pferdebesitzern zu besonderer Vorsicht.

Dass es gelingt, die gestohlenen Sättel wieder zu beschaffen, hält Verena Wöste für unwahrscheinlich – auch wenn in hochwertigen Ledersätteln eine Nummer eingestanzt ist, die im dazugehörenden Sattelpass vermerkt ist: „Vermutlich werden sie im Ausland verkauft.“

Allerdings sei es den Beamten auch in heimischen Raum schon gelungen, eine größere Anzahl gestohlener Sättel sicherzustellen. „Sie sollten im Rahmen einer Veranstaltung verkauft werden“, berichtet Boronowski.

Von Carla Witt

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