Balverin Maria Steinberg geht ins Kloster

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Die 23-jährige Maria Steinberg aus Balve ist derzeit noch locker an einen Orden in Bestwig gebunden. Im kommenden Jahr wird sie dann in das Kloster der Schwestern Heilige Maria Magdalena Postel in Bestwig ziehen.

Balve - „Der Ruf Gottes tut mir gut“, sagt Maria Steinberg. Sie wird im Sommer 2017 ins Kloster der Schwestern Heilige Maria Magdalena Postel in Bestwig gehen. „Es ist mein Weg, den ich gehen will.“ Inzwischen haben sich auch ihre Eltern daran gewöhnt, dass ihre 23-jährige Tochter sich nicht für eine Zukunft mit Mann und Kindern, sondern als Ordensschwester entschieden hat.

Für Maria Steinberg hat die Kirche schon lange eine Rolle in ihrem Leben gespielt. In der St.-Blasius-Kirche wurde sie getauft, sie ging dort zur Kommunion und Firmung, ist 13 Jahre lang Messdienerin gewesen. Seit vier Jahren gehört sie dem Leitungsteam an. 

Der Berufungsweg hat sich ihr nach und nach erschlossen, erzählt Steinberg. Anfangs sei es nur ein „Gefühl“ gewesen, dem sie seit 2008 nachgegangen sei. Vor einem Jahr traf sie die Entscheidung, die Antwort darauf in Lourdes zu finden: „Ich habe mich der Frage gestellt, ob ich den weltlichen Weg gehen soll, oder aber der Berufung folgen soll.“ Sie kam zu dem Entschluss, dass das Ordensleben das Richtige für sie sei.

Vikar Tobias Kiene steht der jungen Frau seitdem als geistliche Betreuung zur Seite. In diesem Jahr war sie zum zweiten Mal in Lourdes, um Kraft zu schöpfen. Maria Steinberg hat eine klare Vorstellung von dem, was jetzt vor ihr liegt. Seit vergangenem Mai ist sie Kandidatin der Schwestern aus Bestwig. Ein Medaillon zeugt davon. „Kandidatin bedeutet, dass ich locker an den Orden angebunden bin“, erklärt die 23-Jährige. Ausgerechnet Bestwig – diese Erfahrung habe sie bei Orientierungstagen in diesem Kloster bereits gemacht. Dabei hätte sie sich „wie zu Hause gefühlt“. 

Dort findet sie im nächsten Sommer eine neue Heimat, zunächst als Postulantin für mindestens sechs Monate. Von ihr muss dann die Bitte um die Aufnahme ins Noviziat kommen. Dies dauert zwei Jahre. Dann trägt sie schon Ordenskleid, Schleier und einen Schwester-Namen. „Eine Schwester Maria gibt es dort schon“, fällt für sie die Beibehaltung ihres eigenen Vornamens weg. Dafür darf sie selbst drei Namensvorschläge einreichen, oder aber den Vorschlag des Provinzrates annehmen.

Bis sie ins Bergkloster Bestwig einzieht, konzentriert sie sich aber noch auf ihre Ausbildung zur Sozialassistentin am Placida-Viel-Berufskolleg in Menden. Mit diesem Abschluss wird sie im Namen des Ordens dann Kinder, Menschen mit Behinderung und Senioren betreuen. Darauf freut sich Maria Steinberg schon.

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