Umgehungsstraße

B 229n: Bau könnte sich verzögern

Die Gebäude der Firma Stockmeier sollen abgerissen werden, um Platz für die B 229n zu schaffen. Auf dem Unternehmensgelände wurden nun aber an zwei Stellen Fledermäuse entdeckt.
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Die Gebäude der Firma Stockmeier sollen abgerissen werden, um Platz für die B 229n zu schaffen. Auf dem Unternehmensgelände wurden nun aber an zwei Stellen Fledermäuse entdeckt.

Es gibt neue Nachrichten zum Projekt B 229n, die den Bau der Umgehungsstraße eventuell weiter verzögern könnten: Fledermäuse nisten dort, wo die Trasse des neuen Stücks Bundesstraße 229 verlaufen soll, die als 1,2 Kilometer lange Umgehungsstraße von Sanssouci nach Wocklum geplant ist

Diese neue Erkenntnis teilte Andreas Berg, Pressesprecher des Landesbetriebs Straßen.NRW, jetzt auf Anfrage der Süderländer-Redaktion mit. Die Fledermäuse wurden an zwei Stellen auf dem Betriebsgelände der Firma Stockmeier entdeckt. Über einen Teil des momentanen Betriebsgeländes soll bekanntlich künftig die B 229n verlaufen. Die Gebäude müssen dafür abgerissen werden. Das Unternehmen zieht einige Meter weiter auf die Fläche des nicht mehr genutzten Steinbruchgeländes und baut dort neu.

„Ein Ingenieurbüro erarbeitet für alle betroffenen Gebäude ein Entsorgungskonzept, und auch ein Umweltkonzept“, sagte Berg. Im Zuge einer Begehung des Stockmeier-Geländes sei man dabei auch auf die Fledermäuse gestoßen. Ob und wie die Existenz dieser unter Naturschutz stehenden Säugetiere Einflüsse auf die weiteren Planungen des Projekts B 229n haben wird, konnte Andreas Berg zunächst noch nicht sagen.

Gesamtkosten von rund zehn Millionen Euro

Insgesamt kalkuliert der Landesbetrieb für die Realisierung der B 229n bislang mit Kosten von fast zehn Millionen Euro. Rund fünfeinhalb Millionen Euro davon sind für den Kauf von Grundstücken vorgesehen. Denn durch den geplanten Trassenverlauf über das Stockmeier-Areal muss das Unternehmen seinen bestehenden Gebäudebestand aufgeben. Am neuen Standort im angrenzenden Steinbruch ist bislang allerdings noch keine Bautätigkeit zu beobachten.

Die Planung sieht vor, dass der Straßenverkehr von Sanssouci durch einen Kreisverkehr mit 36 Metern Durchmesser über die parallel zur Hönnetalbahn verlaufende B 229n geleitet wird. Die Abzweigung zum Viadukt nach Sanssouci, also die momentane B 229, wird dann für den Straßenverkehr gesperrt sein. Ausnahmen für Anlieger soll es nicht geben. Auch sie müssen zunächst bis nach Wocklum, um dort aus dem zweiten neu zu bauenden Kreisel zu ihren Häusern abbiegen zu können. Dieser Kreisverkehr hat einen Durchmesser von 45 Metern und bringt den Verkehr zurück auf die bisherige B 229-Trasse in Richtung Balve.

Auch die Feuerwehr muss warten

Auf den Beginn der Bauarbeiten, zuletzt hatte Straßen.NRW das kommende Jahr angepeilt, wartet man auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Balve ungeduldig. Denn in diesem Zuge kann dann das neue Gerätehaus für die Kräfte aus Volkringhausen und Beckum in Sanssouci realisiert werden.

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