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B 229n: Abbrucharbeiten werden ausgeschrieben

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Von: Julius Kolossa

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Die Gebäude der Firma Stockmeier sollen abgerissen werden, um Platz für die B 229n zu schaffen. Auf dem Unternehmensgelände wurden aber Fledermäuse entdeckt.
Die Gebäude der Firma Stockmeier sollen abgerissen werden, um Platz für die B 229n zu schaffen. Auf dem Unternehmensgelände wurden aber Fledermäuse entdeckt. © Kolossa, Julius

Die Zwergfledermaus sorgt dafür, dass sich der Bau der B 229n als Umgehungsstraße zwischen Sanssouci und Wocklum weiter verzögert.

Diese unter Naturschutz stehende und nur rund 50 Millimeter lang und bis zu acht Gramm schwere Tierart hat sich bekanntlich in einigen Gebäuden der Firma Stockmeier eingenistet, die auf dem künftigen Trassenverlauf stehen und deshalb vorerst nicht abgerissen werden dürfen.

„Die Umweltbaubegleitung läuft nach wie vor“, teilte Straßen.NRW-Pressesprecher Andreas Berg auf Nachfrage der Redaktion mit. Wann dieses Verfahren abgeschlossen sei, dazu konnte Berg keine Angaben machen. Zumindest eine gute Nachricht für die staugeplagten Verkehrsteilnehmer in der Region gibt es aber: Seit September findet die baubiologische Untersuchung über die bisherigen Lebensräume und die möglichen Ausweichquartiere der Zwergfledermäuse statt.

Vorbereitende Arbeiten abgeschlossen

„In diesem Frühjahr wird aber der Abbruch der Gebäude im Bereich der künftigen Trasse, in denen keine Fledermäuse nisten, ausgeschrieben“, sagte Berg. So könne in diesem Jahr zumindest der Abriss einiger Gebäude erfolgen, nachdem die Firma Stockmeier ihren Betrieb auf das Gelände des benachbarten Steinbruchs verlagert hat. Alle vorbereitenden Maßnahmen wie Verlegung der Gas- und Stromleitungen seien abgeschlossen. Berg: „Parallel dazu läuft die Ausschreibung für den Bau der Brücke, die die Trasse an den künftigen Kreisverkehr in der Helle anbindet. Diese Ausschreibung soll im Herbst veröffentlicht werden.“

Seit fast zehn Jahren wird die B 229n geplant, mit der der Straßenverkehr um Sanssouci umgeleitet werden soll. Mit der rund 1,2 Kilometer langen und rund 10 Millionen Euro teuren Umgehungsstraße soll das Nadelöhr für den Schwerlastverkehr im Bereich der Sanssouci-Brücke über die Hönne und des Bahnviadukts verschwinden. Dort wird es vor allem für die vielen Lastwagen, die die Strecke als kürzeste Verbindung zwischen Balve und dem Hönnetal nutzen, eng. Die in die Jahre gekommene Brücke ist noch für maximal 40 Tonnen an Gesamtgewicht ausgelegt. Ihre Tragfähigkeit wird von Straßen.NRW regelmäßig überprüft. Bisher wurde nach jeder Prüfung noch eine Freigabe erteilt.

Zwei Kreisverkehre

Die B 229n soll über zwei Kreisverkehre (vor Sanssouci mit einem Durchmesser von 36 Metern und in der Helle mit einem Durchmesser von 45 Metern) an den derzeitigen Verlauf der Bundesstraße angebunden.

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