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19-Jähriger aus Sundern schwebt in Lebensgefahr

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BENKAMP ▪ Bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 229 zwischen Küntrop und Langenholthausen ist am Mittwochnachmittag ein 19-jähriger Mann aus Sundern schwer verletzt worden. Der Führerscheinneuling war nach einem Überholmanöver mit einem geliehenen Wagen gegen einen Baum geprallt.

Weil er mit beiden Beinen im Auto eingeklemmt war, benötigte die Feuerwehr mehr als eine Stunde, um ihn aus dem Unfallwagen zu befreien. Die Rettungskräfte versuchten, ihn möglichst schonend aus dem Auto zu befreien. Deshalb sei es auch nicht infrage gekommen, das Dach des Wagens abzutrennen oder das Auto auf die Straße zu ziehen, erläuterte Stadtbrandinspektor Oliver Prior. Das Mittel der Wahl sei vielmehr gewesen, mit hydraulischem Werkzeug allmählich den Fußraum zu erweitern.

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Die Feuerwehr benötigte mehr als eine Stunde, um den Verletzten aus dem Auto zu befreien. © Volker Griese

Um genügend Platz für die Rettungsarbeiten zu gewinnen, bauten die etwa 20 Feuerwehrleute aus Balve und Langenholthausen beide Türen und nach und nach auch sämtliche Sitze des Fahrzeugs aus. Schließlich konnten sie den 19-Jährigen, der während der ganzen rund einstündigen Aktion bei Bewusstsein war, durch die Heckklappe des Wagens ins Freie bugsieren.

Nach notärztlicher Behandlung an der Unfallstelle wurde der Mann unter anderem wegen seiner schweren Beinfrakturen mit einem Rettungshubschrauber in ein Dortmunder Krankenhaus geflogen. Weil er bei dem Aufprall auch noch andere Verletzungen erlitten hatte, bestand nach Einschätzung der Rettungskräfte Lebensgefahr.

Hier sehen Sie weitere Unfallfotos:

Zu dem Unfall ist es nach Angaben eines Polizeisprechers gekommen, weil der junge Mann, der erst seit einem halben Jahr den Führerschein besitzt und mit einem Hyundai Matrix in Richtung Langenholthausen unterwegs war, im Anschluss an ein Überholmanöver ins Schleudern geriet. Dann sei er seitlich gegen einen Baum am rechten Straßenrand geprallt. Zeugenaussagen zufolge soll er verhältnismäßig schnell unterwegs gewesen sein.

Die B 229 war während der Unfallaufnahme für fast zwei Stunden gesperrt, die Polizei leitete den Verkehr um. Den entstandenen Sachschaden bezifferte die Polizei mit etwa 6000 Euro. ▪ vg

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