Foto-Animation online: 1700 Tonnen schwere Bahnbrücke steht jetzt an ihrem Platz

Jetzt muss der Bahndamm aufgefüllt und Schienen verlegt werden. Dann können die Züge wieder rollen. ▪

GARBECK ▪ Wenn weiterhin alles nach Plan läuft, wird die Bahnstrecke zwischen Binolen und Neuenrade am 31. August wieder freigegeben. Gestern ist die Deutsche Bahn diesem Ziel einen großen Schritt näher gekommen: Die neue Bahnbrücke, unter der später der Verkehr auf der K 12n rollen soll, wurde eingeschoben.

Von Annabell Niemand

Im April hatte die Klostermann Baugesellschaft mit den Bauarbeiten für die Brücke hinter der Firma Rickmeier begonnen. Allerdings entstand der Stahlbetonbau neben der Strecke. 1 700 Tonnen, so schätzt Lars Kretschmann, Bauüberwacher der Bahn, bringt sie inzwischen auf die Waage.

Mehr Bilder von den Bauarbeiten

Johann Schwalke hat eine spannende Fotodokumentation über die Bauarbeiten erstellt. Der Balver hat zahlreiche Bilder zu einer Animation zusammenstellt. Man sieht, wie die Brücke Meter um Meter an den vorgesehenen Platz rückt.

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Mit Hydraulikstempeln und auf Stickstoffkissen wurde sie gestern in ihre eigentliche Position geschoben. „Man kann sich das wie ein Luftkissenboot vorstellen“, beschreibt Kretschmann. Knapp 25 Meter mussten auf den Schienen in Etappen zurückgelegt werden. Zum Schluss ging es nur noch zentimeterweise voran – schließlich war Präzision gefragt. Etwa eine Dreiviertelstunde benötigte die Brücke für ihren Weg.

Viele Schaulustige verfolgten das Geschehen. Einer von ihnen war Johann Schwalke. „Sowas habe ich noch nie gesehen. Wenn man sowas vor der Haustür hat, sollte man sich das auch angucken“, sagte das Mitglied der Eisenbahnfreunde Hönnetal. Schon vor einigen Jahren hatte er eine ganze Nacht an der Trasse verbracht, als neue Schienen verlegt wurden. Auch gestern fotografierte er fleißig die Fortschritte der Arbeiten. In den nächsten Tagen will er noch mal vorbeischauen.

Als nächstes, so berichtet Lars Kretschmann, wird der Bahndamm wieder aufgefüllt. Dann geht es an den Oberbau: Schotter, Schienen und Schwellen. Er ist zuversichtlich, dass die Arbeiten kommende Woche abgeschlossen werden. Dann können auch die Balver und Neuenrader Schüler wieder wie gewohnt mit dem Zug zur Schule fahren. In den vergangenen Wochen hatten sich die Arbeiten mitunter schwierig gestaltet. Probleme gab es mit unwahrscheinlich hartem Fels, der abgebaut werden musste, um Platz für das Bauwerk zu schaffen. Die Unwetter der vergangenen Tagen hatten die Arbeiten jedoch nicht beeinträchtigt.

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