1600 Euro Prämie für das Garbecker Königspaar

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Der Vorsitzende Hubertus Schulte (links) und Oberst Manfred Schwermann (rechts) freuen sich, junge Mitstreiter im Vorstand begrüßen zu können: Janik Schulte, Raphael Schulte, Lennard Stüken sind jetzt Offiziere in Garbeck.

Garbeck -  Die Prämie für das Garbecker Schützenkönigspaar beträgt jetzt 1600 Euro.

„Wir wollen nicht reagieren, sondern wir wollen vielmehr jetzt schon agieren, damit das Schießen für Jedermann erschwinglich bleibt“, erklärte Oberst Manfred Schwermann den Vorschlag, den der Vorstand den Mitgliedern während der Jahreshauptversammlung unterbreitete.

Das Geld für das Königspaar müssen die Mitglieder aufbringen, denn um die Prämie, die bisher bei 400 Euro lag, erhöhen zu können, muss der Jahresbeitrag von 12 auf 14 Euro angehoben. Während der Diskussion zu diesem Tagesordnungspunkt erschien einigen Schützen die Vervierfachung der Königsprämie als zu hoch. Andere dagegen lobten diese Vision des Vorstandes, der damit ein Zeichen setzen will.

Noch gibt es in Garbeck genügend Königsanwärter, da waren sich Vorstand und Mitglieder einig. Aber auch um zukünftig das Tragen der Königskette attraktiv zu gestalten, möchten die Garbecker den Regenten finanziell unter die Arme greifen.

„Zwei Euro mehr? Eine Currywurst kostet 2,30 Euro! Diese Erhöhung tut weder dem Verein, noch uns Mitgliedern weh,“ stellte einer der Anwesenden fest. Und so dachten die meisten Schützen, wie sich im Rahmen der Abstimmung zeigte: 52 stimmten dafür, vier dagegen, vier enthielten sich. Damit wird in Garbeck jetzt die höchste Königsprämie im Amt Balve gezahlt.

Abgelehnt wurde dagegen der Vorschlag, das Schussgeld abzuschaffen – diese Einnahmequelle in Höhe von einem Euro pro Schuss bleibt dem Verein erhalten.

Weiter planen darf der Vorstand das Vorhaben, einen Lagerraum für die Bänke und Stühle zu planen. Weil dieses Bauprojekt die Obergrenze von 3000 Euro überschreiten wird, stimmten die Mitglieder über dessen Fortführung ab.

Einer anderen Ausgabe allerdings stehen die Schützen kritisch gegenüber: der vom Kreis von 50 auf jetzt 170 Euro angehobenen Gebühr für die Straßensperrung bei den Festzügen. „Das Ehrenamt wird mit Füßen getreten“, kritisierte der Vorsitzende Hubertus Schulte die Kosten, Kosten und die Arbeit, die den Schützen aufgebürdet würden.

Dennoch möchte die Bruderschaft wieder gemeinsam dafür sorgen, dass auch diesmal ein schönes Schützenfest gefeiert werden kann – mit der Festmusik aus Rhode, die im vergangenen Jahr ihren Einstand gegeben hat. Wieder mit dabei sind auch die Musiker aus Hellefeld und Langenholthausen. Gefeiert wird mit den alten Preisen, denn sowohl der Eintritt in Höhe von 6 Euro, als auch der Bierpreis (1,30 Euro) bleiben unverändert.

Im kommenden Jahr allerdings müssten die Garbecker den Preis für ein frisch gezapftes Pils erhöhen, hieß es: Der Bierlieferant habe die Preise kräftig erhöht.

Gut gewirtschaftet wurde im vergangenen Jahr, wie der Kassenbericht zeigte. Etwa 19 300 Euro blieben als Plus über, sagte Kassenwart Joachim Voigt. „Dieses Geld ist aber schon verplant“, erklärte der Schatzmeister. Die in diesem Jahr geplante Dachsanierung und der Austausch von Fenstern müssten finanziert werden.

Erforderlich war während der Versammlung auch die Wahl eines Mitglieds des Geschäftsführenden Vorstandes: Hallenwart Georg Pütter stand ebenso zur Wahl, wie die vier altgedienten Offizieren Gregor Iken, Michael Klein, Markus Vielhaber und Matthias Busche. „Wiederwahl“ wurde bei allen im Protokoll vermerkt.

Neu als Offiziere mit dabei sind Janik Schulte, Lennard Stüken und Raphael Schulte. Über die Bereitschaft der jüngeren Generation, im Vorstand mitzuwirken, freuten sich nicht nur die Mitglieder des Führungsgremiums, sondern alle Schützen. Sie honorierten das Engagement gerne mit einem einstimmigen Votum. Damit sind die Gar-becker jetzt mit 21 Offizieren gut aufgestellt.

Von Julius Kolossa

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