1500 Frauen kommen zur kfd-Diözesanwallfahrt

kfd-Diözesanpräses Roland Schmitz (rechts) und viele Mitglieder der Frauengemeinschaft bereiten die Wallfahrt vor.

BALVE ▪ 1500 Frauen werden am Samstag, 17. September, nach Balve pilgern. Die Höhle ist das Ziel der Diözesanwallfahrt der Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd). Damit es eine gelungene Veranstaltung wird, geben sich das Balver kfd-Team und andere Helfer viel Mühe mit den Vorbereitungen.

Weitere 450 Frauen wären gerne nach Balve gekommen, berichtet kfd-Diözesanpräses Roland Schmitz. Sie stehen jetzt auf einer Warteliste, falls Gruppen absagen. „Das hat uns wie eine Welle überrollt.“ „Die Anmeldezahlen sprechen auch für die Höhle“, ist die Balver kfd-Vorsitzende Elsbeth Ruschepaul überzeugt.

Weiter sagt sie: „Wir sind stolz, dass wir ausgesucht wurden.“ Ziel sei es nun, den vielen Gästen einen schönen Tag zu bereiten. Ruschepaul berichtet von den vielfältigen Vorbereitungen. So müsse das Team die Höhle herrichten, sich um die Bestuhlung kümmern, 400 Bänke, die Bühne und einen Altar aufbauen und den Parkplatzdienst –- 32 Busse sind angemeldet – organisieren. „Das wird alles von uns vor Ort gemanagt.“ Noch vier Wochen stehen für die Detailplanung zur Verfügung.

Ein Liturgiekreis mit Frauen aus verschiedenen Orten kümmert sich derweil um die inhaltliche Gestaltung des Gottesdienstes im Balver Felsendom. Roland Schmitz sagt: „Es gibt viele Bibelstellen, die in einer Höhle spielen. Die Idee ist, ich komme aus der Höhle verändert heraus.“ Und die Balver Höhle verändert verlassen, zumindest mit einigen Impulsen für den Alltag, sollen auch die Wallfahrer. Die Gruppe Plan B aus Langenholthausen wird den Abschlussgottesdienst musikalisch begleiten. Im Vorprogramm gibt es Musik von einem Marimbaphon-Spieler. Der Gottesdienst beginnt um 16.30 Uhr.

Bevor die 1 500 Frauen in der Balver Höhle zusammenkommen, werden sie an einer von 30 Stationen in Balve und Umgebung nachspüren, wo sie Gott im Alltag begegnen. Denn das Motto der Wallfahrt lautet „Da berühren sich Himmel und Erde“.

Zwölf Stationen liegen in Balve. Vier werden von der Frauengemeinschaft Balve betreut. An der Hexenstele und auf dem Judenfriedhof stehen Leid und Verfolgung im Mittelpunkt, berichtet Elsbeth Ruschepaul. „Am Garbecker Bahnhof geht es um Ankunft, Begegnung und Abschied.“ Das Thema Arbeit werde an der Luisenhütte behandelt.

Der kfd-Diözesanpräses ergänzt die übrigen Balver Stationen: „Auf dem Bauernhof Hötger geht es um Erntedank und Natur. Nahrung und Brot, Fürsorge und Versorgung behandeln wir in der Bäckerei Grote.“ Zudem werden Gruppen das Altenheim St. Johannes, die Abschiedskapelle in Garbeck, die Reckenhöhle, die Jugendkirche Langenholthausen, den Kreuzweg in Garbeck und das Marien-Hospital besuchen. „Das sind keine klassischen Wallfahrtsorte“, sagt Schmitz. „Wir pilgern auf den Straßen des Lebens.“ Aus 47 der 50 Bezirke der Diözese kommen die Frauengemeinschaften.

Die Gruppen, die eine Station in Balve zugeteilt bekommen haben, werden ab 13.30 Uhr an der St. Blasius-Kirche empfangen. Von dort aus machen sie sich auf den Weg zu ihrem Ziel, wo sie etwa eine Stunde lang Wissenswertes über den Ort erfahren, singen und beten. 80 Frauen aus Balver werden zum Kapellenberg in Menden fahren.

Auch personell ist die Organisation ein Kraftakt. Elsbeth Ruschepaul muss Frauen einplanen, die die Balver Gruppe nach Menden begleiten, die Stationen betreuen und in der Höhle helfen. Dankbar ist sie da für die Unterstützung anderer Vereine und Verbände. Roland Schmitz ist überzeugt: „Die Motivation vor Ort ist riesig.“

Annabell Niemand

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