Von Leveringhausen nach Ihmert

Bau der K 11n: Jetzt werden die Kritiker angehört

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Leveringhausen – Die Bezirksregierung will in der kommenden Woche den im April wegen der Corona-Pandemie ausgefallenen Erörterungstermin für den Neubau der Kreisstraße 11 von Leveringhausen nach Ihmert (Elfenfohren) nachholen.

Er wird am Dienstag, 14. Juli, in der Sokola.de, der ehemaligen Grundschule in Langenholthausen, stattfinden. Eine Uhrzeit, wann die Erörterung beginnt, hat die Bezirksregierung nicht mitgeteilt. Alle, die Einwände gegen das Vorhaben erhoben haben, und alle Träger öffentlicher Belange, die Stellungnahmen abgegeben hätten, seien über den neuen Termin informiert und hätten feste Sprechzeiten erhalten, heißt es. 

Öffentlicher Termin 

Diejenigen, die rechtzeitig Einwendungen abgegeben haben, erhalten in ihrem Einzeltermin Gelegenheit, im direkten Gespräch mit dem Vorhabenträger – dem Märkischen Kreis, unterstützt vom Landesbetrieb Straßenbau. NRW – unter Moderation der Bezirksregierung Arnsberg das Verfahren und die berührten Interessen zu erörtern. Grundsätzlich ist der Erörterungstermin öffentlich, wenngleich wegen der derzeit besonderen Bedingungen nur wenige Plätze zur Verfügung stehen. 

Breitere Straße 

Zum Projekt: Der Märkische Kreis hatte bereits im Dezember 2015 die Durchführung des Anhörungsverfahrens für den Neubau der K 11n zwischen Leveringhausen und Ihmert bei der Bezirksregierung Arnsberg beantragt. Mit einem Aufwand von 7,8 Millionen Euro soll die rund 2,8 Kilometer lange Strecke mit einer auf 5,5 Meter verbreiterten Fahrbahn versehen werden. Mit dem Bauvorhaben soll nach Darstellung des Kreises die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs sowie die verkehrliche Infrastruktur verbessert werden. Vorgesehen ist, die Strecke nur für Lkw bis zu 3,5 Tonnen freuzugeben. 

Kritik wird lauter 

Gegen das Vorhaben liegen laut Bezirksregierung 17 private Einwendungen (335 Unterschriften auf diversen Unterschriftenlisten) vor. Darüber hinaus gibt es Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange. „Die Haupteinwendungen befassen sich mit Lärm- und Luft-Immissionen dem Landschaftsbild sowie dem Verkehrsbedarf“, teilte die Bezirksregierung mit. 

Überlegungen seit Beginn der 1980er-Jahre

Überlegungen zum Ausbau der Strecke gibt es seit dem Beginn der 1980er-Jahre. Während sich die lokale Politik anfangs für dieses Projekt stark gemacht hat, weil eine gut ausgebaute Straße von Garbeck in den Raum Altena/Iserlohn als vorteilhaft betrachtet wurde, mehren sich mittlerweile die kritischen Stimmen, die vor einer zu hohen Verkehrsbelastung für Leveringhausen, aber auch für Garbeck warnen. Die Verkehrsbelastung könnte nach dem Ausbau von derzeit rund 1500 Fahrzeugen pro Tag auf 3150 steigen. 

Ortsvorsteher fordert vernünftige Lösung

Garbecks Ortsvorsteher Christoph Haarmann fordert deshalb schon vor dreieinhalb Jahren: „Der Märkische Kreis muss eine vernünftige Lösung vorlegen, und zwar für Leveringhausen und auch für Garbeck.

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