Zwergenburg-Kinder richten sich eigenes Kinderlabor ein

Melina Jäger (l.) und Anna Scholz im Rund mit den Zwergenburg-Kindern. Das Experiment leitete Fredy Franke, der als Professor Albert Einstein vorbeikam.  Foto: Bonnekoh

Altena - Albert Einstein war ein Großer. Davon konnten sich am Mittwoch. 25. März, die Kinder des Kindergartens Zwergenburg überzeugen. Ein Großvater, Fredy Franke, „spielte“ den Mann, der einst die Relativitätstheorie aufstellte und verblüffte mit einem Experiment die Jungen und Mädchen.

Die hatten in den vergangenen 14 Tagen unter Begleitung von Einrichtungsleiterin Odette Klenke und Erzieherin Nadine Heikrlik ganz viel über die vier Elemente gelernt. Im wahrsten Sinne des Wortes „beigebracht“ hatten ihnen aber die wesentliche Dinge Melina Jäger und Anna Scholz. Die beiden Absolventinnen des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs aus Plettenberg stehen vor dem Eintritt in ihr Anerkennungsjahr als Erzieherinnen. Vorher suchten sie ein passendes Abschlussprojekt für ihre schulische Ausbildung und fanden es in einem „Kinderlabor“.

Gemeinsam mit rund zehn vier- bis sechsjährigen Mädchen und Jungen erhielten sie dazu in der Zwergenburg ihr ganz eigenes Reich. Nachdem sie zunächst mit den Kindern einen „Kinderlabor-Raum“ eingerichtet und sogar angestrichen hatten, gingen Jäger und Scholz auf Sponsoren-Tour durch Altena. Sie trafen auf offene Ohren. Etwa bei Gas-Wasser-Installation Schmidt, Tischlerei Jeromin und Bäumer, der LVM-Versicherung und eben der Zwergenburg. Von einem neuen Waschbecken inclusive Anschluss und Montage, über das Zuschneiden einer Platte und dem Zusammenbau eines Tischchen und Geld sowie weiteren Sachspenden war damit schnell eine Grundausstattung zusammen.

Mit Hilfe von kindgerechten Büchern, mehr aber noch mit Lupen, Mikroskop, Lampen, Hilfs- und weiteren Arbeitsmitteln wie Zylindern, Röhrchen, Magneten und vielem mehr, „forschten“ dann die Steppkes. Und hatten jede Menge Spaß.

Davon überzeugte sich am Mittwoch auch stellvertretende Bürgermeisterin Hannah Freissler. Die war Zeuge, wie „Professor Einstein“, also Fredy Franke, einen Vulkan vor den Kindern aufbaute und auch die Lava im Innern zum Explodieren brachte. Dazu hatte er allerlei haushaltsübliche „Zutaten“ wie Essig und Backpulver mitgebracht. „Toll, ganz toll“, fanden das die Kinder, als dann das „künstliche“ Magma zu sehen war.

Odette Klenke dankte noch einmal ihrem Team, das absolut hinter der Aktion gestanden habe und den beiden jungen Frauen für ihre kreative Fantasie und das harmonische Miteinander. von Johannes Bonnekoh

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