Zweites Impfzentrum des Kreises öffnet am 1. April

Impfzentrum nicht für Altena und Nachrodt

Zweites Impfzentrum des Kreises öffnet am 1. April
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Zweites Impfzentrum des Kreises öffnet am 1. April

Wie geplant soll am Gründonnerstag, 1. April, das zweite Impfzentrum des Märkischen Kreises den Betrieb aufnehmen. Das teilte Alexander Bange, Pressesprecher des Kreises, am Freitag mit. Vor allem für über-80-Jährige ergeben sich dadurch neue Möglichkeiten. Allerdings nicht für alle.

Altena/Nachrodt/Märkischer Kreis – In Altena und Nachrodt werden sich auf die Nachricht vermutlich einige gefreut haben. Schließlich ist der Weg nach Iserlohn-Dröschede, wo sich an der Straße Lanferkamp 3 das neue Impfzentrum befindet, kürzer als der nach Lüdenscheid. Für sie hat Alexander Bange jetzt allerdings schlechte Neuigkeiten. Trotz der planmäßigen Eröffnung des zweiten Impfstandortes sollen sie nämlich auch weiterhin nach Lüdenscheid fahren. Zur Impfung in Iserlohn sind „im ersten Schritt“ nur Personen aus den Städten Balve, Hemer, Iserlohn und Menden berechtigt, erklärte Bange.

Ob das auch in Zukunft so bleibt, dazu hielt sich der Sprecher bedeckt. Grundsätzlich könne die Herangehensweise noch angepasst werden. Entscheidend sei dafür unter anderem „wie viele Impfstoffdosen im April verfügbar sein werden“, so Bange.

Umbuchung nicht erforderlich

Für die über-80-Jährigen aus Balve, Hemer, Iserlohn und Menden, eröffnen sich die neuen Möglichkeiten aber in jedem Fall zuerst. Einen Termin, den sie in Lüdenscheid bereits gebucht haben, sollen die Senioren „unkompliziert“ auch in Iserlohn wahrnehmen können, sagt Bange. „Eine aktive Umbuchung ist dafür nicht erforderlich.“

Die Impflinge können also statt nach Lüdenscheid einfach nach Iserlohn fahren und sich dort ihre Spritze geben lassen. Das wirft Fragen auf. Wie wird gewährleistet, dass genügend Impfstoff im richtigen Impfzentrum verfügbar ist? Was passiert mit dem Termin in Lüdenscheid, wenn man sich in Iserlohn impfen lässt? Wie Alexander Bange versichert, werde man Sorge tragen, dass in beiden Impfzentren genügend Impfstoff zur Verfügung steht, um flexibel reagieren zu können. „Es verfällt kein Impfstoff und es bleiben keine Termine offen“, unterstreicht er. Die Termine, die in Lüdenscheid frei werden, wolle man für vorgezogene Impfungen von über-80-Jährigen und chronisch Kranken verwenden. Personen aus dieser Gruppe, die sich erst spät um einen Termin gekümmert haben, wären sonst zum Teil erst im Mai an der Reihe. Wer früher geimpft werden möchte, kann sich per E-Mail an den Märkischen Kreis wenden (siehe Infobox).

Ab 8. April nächste Gruppe

Ab dem 8. April sollen dann auch Personen der nächsten Prioritätsgruppe geimpft werden: die über-70-Jährigen. Schon am 6. April beginnen dafür die Terminvergaben. Wie Andreas Daniel, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) auf Anfrage berichtet, werde in diesem Zug eine neue Internetplattform freigeschaltet, die sich zurzeit einigen Probeläufen unterziehen muss. Ziel ist es, so Daniel, dass die Terminvereinbarung für die Nutzer, aber auch für das Personal in den Impfzentren einfacher und komfortabler wird. Unter anderem soll es möglich sein, dass Paare auf einfachem Weg einen gemeinsamen Termin buchen können. „Geistertermine oder Doppelbelegungen sollen mit der neuen Plattform nicht mehr vorkommen“, betont der KVWL-Sprecher. Bei der Generation 80plus habe die Vergabe nicht immer reibungslos funktioniert, räumt er ein. Daher sei die Weiterentwicklung angestoßen worden. Die alte Plattform habe man inzwischen abgeschaltet, berichtet Daniel. Terminvereinbarungen seien deshalb bis zum 6. April nur telefonisch möglich.

Per E-Mail melden

Um einen vorgezogenen Termin zu erhalten, können über-80-Jährige ab sofort eine Mail an das Impfzentrum schreiben, sofern sie früher geimpft werden möchten. Die Adresse lautet: covid-80@maerkischer-kreis.de. In der E-Mail müssen der Name sowie das Alter angegeben werden. Wichtig ist zudem die Information, ob ein Termin gebucht worden ist – und wenn ja, wann (bitte das genaue Datum mitteilen). Die Personen erhalten dann – abhängig von der Impfstoffverfügbarkeit und freien Kapazitäten – einen neuen, früheren Termin, versichert der ärztliche Leiter des Impfzentrums in Lüdenscheid, Dr. Gregor Schmitz.

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