Die machtbewusste Nebelkrähe

Ingo Starink filmte das Historiendrama auf der Burg Altena während des Lockdowns. Es ist laut Kreisverwaltung geeignet für den Schulunterricht, aber auch für jeden interessant, der mehr über die preußische Vergangenheit der Region erfahren möchte.
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Ingo Starink filmte das Historiendrama auf der Burg Altena während des Lockdowns. Es ist laut Kreisverwaltung geeignet für den Schulunterricht, aber auch für jeden interessant, der mehr über die preußische Vergangenheit der Region erfahren möchte.

Der zweite Film zur Verbindung von Preußen und dem Märkischen Sauerland ist ab dem 25. Juni auf dem Youtube-Kanal des Märkischen Kreises und MK Live TV zu sehen. Für besonders Neugierige gibt es seit Freitag bereits einen Trailer auf dem Youtube-Kanal von MK Live TV.

Altena – Dass die Grafschaft Mark und damit weite Teile des heutigen Märkischen Kreises zum preußischen Territorium gehörten, sei, so meint die Kreisverwaltung, kaum bekannt. Diese konstatierte Lücke möchte der Märkische Kreis mit der Reihe von Edutainment-Filmen, die Unterhaltung mit Wissensvermittlung verknüpfen, schließen.

Für den Film, der in den Museen des Märkischen Kreises auf der Burg Altena gedreht wurde, geht es rund 400 Jahre zurück. Genauer gesagt ins Jahr 1609. Da passierte etwas, was noch heute in vielen Familien vorkommt: Der reiche Onkel stirbt, die Erbfolge ist unklar und es gibt einen heftigen Streit. Nur mit dem Unterschied, dass Herzog Johann Wilhelm zum Zeitpunkt seines Todes über ein Gebiet so groß wie weite Teile Nordrhein-Westfalens und der Niederlande regierte. Zum Herrschaftsbereich zählte auch die Grafschaft Mark.

Lukratives Erbe

Johann Wilhelms Nichte Anna von Preußen und ihre Tante kämpfen mit allen Mitteln und unterstützt von streitbaren Verwandten um das lukrative Erbe.

Der Film erzählt die Geschichte dieses Erbfolgestreits. Die Zuschauer erleben die Wortgefechte aus der Perspektive von Anna. Die machtbewusste Aristokratin werde, so heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises, sehr eindrucksvoll dargestellt von Stefanie Krage. Von den übrigen Gegenspielern sind nur die Stimmen hinter einer Tür zu hören. Bei den Auseinandersetzungen geht es heftig zur Sache, Bezeichnungen wie „alte Nebelkrähe“ und „diebische Elster“ sind durchaus nicht als Kompliment gemeint. Die Dreharbeiten fanden auf der Burg Altena in der Zeit des Lockdowns statt.

Geeignet für Unterricht

Laut Drehbuchautorin Susanne Padberg-Rohlof, Filmer Ingo Starink und Museumspädagogin Bernadette Lange ist das Historiendrama geeignet für den Schulunterricht, aber auch für jeden interessant, der mehr über die preußische Vergangenheit der Region erfahren möchte.

Der erste Teil der Reihe über den Preußenkönig Friedrich I. ist ebenfalls über den Youtube-Kanal des Märkischen Kreises abrufbar.

Und wie geht der ganze Streit aus? Gibt es am Ende Sieger und Verlierer? Wer mehr dazu erfahren will, kann das beim Filmstart am 25. Juni.

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