Zwei Termine an einem Tag: Zwist unter Schützen

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Die Dahler Schützen feiern am ersten Juli-Wochenende Schützenfest - und haben dafür schon ihren Adler durchs Dorf getragen. Zeitgleich feiert auch die FWG.

Altena – Die Dahler feiern Schützenfest, die FWG am Lennestein. Das finden die Dahler gar nicht lustig. 

Der Dahler Schützenverein feiert am ersten Juli-Wochenende sein beliebtes Fest. Wie immer im Zwei-Jahres-Rhythmus. Doch wenn im Höhendorf am Samstag, 6. Juli, in der Schützenhalle der große Schützenball über die Bühne geht, richten die Schützen der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft (FWG) für ihre Mitglieder und alle Altenaer im Tal zeitgleich erstmals einen Super-Showabend rund um den Gasthof Lennestein aus. 

Es knirscht zwischen den beiden Schützenvereinen 

Diese Terminüberschneidung sei nicht gewollt, einfach „ein dummer Zufall“, sagen die Schützen aus der Burgstadt bedauernd. „Mangelndes Interesse an den anhängenden Ortsteilen“ halten dem die Schützen aus Dahle entgegen. Es knirscht laut zwischen den beiden Vereinen. 

Tobias Wilke, Erster Vorsitzender der Dahler Schützen, spricht in einem Leserbrief in der AK-Ausgabe vom Mittwoch „von schlechter Terminwahl“ und macht den Altenaer Schützen den Vorwurf, nicht „groß zu denken“. 

„Wir haben als Friedrich- Wilhelms-Gesellschaft den Leserbrief von Tobias Wilke zur Kenntnis genommen“, sagt Klaus Hesse, Hauptmann der FWG. 

FWG schickt große Abordnung

Warum der Erste Vorsitzende der Dahler Schützen aber zu diesem Mittel greift, erschließe sich ihm nicht. Er fügt an: „Lange vor dieser Veröffentlichung gab es nämlich eine persönliche Entschuldigung seitens der FWG wegen der unglücklichen Terminüberschneidung. Wir hatten auch vereinbart – und es bleibt natürlich dabei –, dass aufgrund dieses ungewollten Versehens bereits am Freitagabend des Dahler Schützenfestes eine große Abordnung unseres Vereins nach Dahle kommt und kräftig mitfeiert. Angeführt wird sie im Übrigen durch unser Königspaar Andreas Opitz und Katja Grass.“ 

"Bedauerliche Terminpanne"

Hesse liegt es fern, die „bedauerliche Terminpanne“ weiter zu thematisieren. Das sei nicht sein und auch nicht Stil der gesamten Friedrich- Wilhelms-Gesellschaft. Erst auf wiederholtes Nachfragen fügte er an, seine Gesellschaft arbeite am Programm der Veranstaltung am Lennestein „bereits seit Jahren“. 

Und natürlich habe man damals, weit im Vorfeld, nach Terminüberschneidungen geschaut. Der Termin sei aber nicht irgendwo eingetragen oder geblockt gewesen. Hesse sagte zudem, dass es mit der in Altena auftretenden Showband auch ein gewisses Termingerangel gegeben habe. Das alles unter einen Hut zu bekommen, sei nicht eben einfach. 

Versöhnliche Töne

Noch einmal unterstrich er aber: „Die Terminüberschneidung war ein dummer Zufall. Es tut uns allen wirklich leid und das sage ich aus vollem Herzen.“ Hesse bedauert und entschuldigt sich erneut.  

Und Wilke? Auch der Dahler gibt sich in seiner öffentlichen Kritik am Ende versöhnlich. „Neid? Missgunst? Weit gefehlt! Auch in Dahle freut man sich, wenn in der Stadt etwas los ist.

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